Bosbach – Ausländer müssen auch deutsche Werte annehmen

Epoch Times22. November 2004 Aktualisiert: 22. November 2004 10:01
Berlin, 22. Nov (Reuters) - Ausländer in Deutschland sollten nach Ansicht des stellvertretenden Vorsitzenden der Unionsbundestagsfraktion, Wolfgang Bosbach, auch Werte der deutschen Mehrheitsgesellschaft annehmen.

Neben dem Erlernen der deutschen Sprache müssten für eine Integration auch andere Dinge angenommen werden, "beispielsweise die Akzeptanz der Gleichberechtigung von Mann und Frau, die Akzeptanz des staatlichen Gewaltmonopols und die Trennung von Staat und Kirche", sagte Bosbach am Montag im ZDF. CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer sagte dem Sender, "Wer Unterstützung kriegt vom deutschen Staat, der sollte nun wirklich auch bereit sein, im Gegenzug das zu leisten, was er kann, nämlich zumindest mal sich so vorbereiten, dass auch der Betroffene selbst anschließend Chancen hat." Das könne er nur haben, wenn er die Sprache könne und sich mit der Gesetzeslage befasse.

 

Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte gewarnt, durch die mangelnde Integration von Einwanderern entstünden Parallelgesellschaften. "Wer hier lebt und sich integrieren will, der muss sich an die gesetzgeberischen Regeln halten und er muss unsere Sprache lernen", sagte er in der ARD-Sendung "Beckmann" laut Vorabbericht vom Sonntag. "Wenn eine junge Frau in der Gesellschaft ein Kopftuch tragen möchte, ist das tolerabel. Wenn das jemand als Angehörige des öffentlichen Dienstes tut, würde ich sagen: Nein, hier erwarten wir eine andere Weise sich anzuziehen."

 

Am Sonntag hatten etwa 25.000 vorwiegend türkischstämmige Menschen in Köln gegen Gewalttaten islamistischer Extremisten protestiert. Auf der Kundgebung warnten Grünen-Chefin Claudia Roth, die Innenminister von Bayern und Nordrhein-Westfalen, Günther Beckstein (CSU) und Fritz Behrens (SPD), davor, Moslems unter Generalverdacht zu stellen. In allen politischen Lagern wurde auch an Moslems appelliert, sich besser zu integrieren.

 

bus/kla

 

 

 



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