Radarkuppeln (Radome) auf dem Gelände der Station bei Bad Aibling in Bayern.Foto: Andreas Gebert / Archiv/dpa

Brisante Enthüllungen in NSA-Affäre: Dänemark half beim Abhören deutscher Spitzenpolitiker

Epoch Times31. Mai 2021 Aktualisiert: 31. Mai 2021 13:37
Seit 2015 soll die dänische Regierung von der Überwachung europäischer Nachbarländer und deren Politiker durch den US-Auslandsgeheimdienst NSA gewusst haben. Ihren Verbündeten in der EU haben sie offenbar nichts verraten.

Der dänische Geheimdienst soll dem US-Auslandsgeheimdienst NSA geholfen haben, europäische Spitzenpolitiker abzuhören. Darunter waren Angela Merkel, Frank-Walter Steinmeier und Peer Steinbrück. Das berichten mehrere europäischen Medien am Sonntag, darunter NDR, WDR und die „Süddeutsche Zeitung“ (SZ).

Der dänische Auslands -und Militärgeheimdienst Forsvarets Efterretningstjeneste (FE) soll der NSA demnach die Nutzung der geheimen Abhörstation Sandagergårdan in der Nähe von Kopenhagen gestattet haben. Hier befindet sich ein wichtiger Internetknotenpunkt verschiedener Unterseekabel, der angezapft wurde. Durch die Verwendung der Telefonnummern von Politikern und Beamten konnten die Behörden SMS und Telefonate abrufen.

Die dänische Regierung soll von der Überwachung europäischer Nachbarländer spätestens seit 2015 gewusst haben.

Neben Deutschland waren mindestens in den Jahren 2012 bis 2014 auch Spitzenpolitiker aus Schweden, Norwegen, den Niederlanden und Frankreich über Dänemark ausgehorcht worden, heißt es. Aber auch Ziele im dänischen Außen- und Finanzministerium sowie in einer dänischen Rüstungsfirma wurden ausspioniert – mit Hilfe des dänischen Auslandsgeheimdienstes, wie schon letztes Jahr bekannt wurde.

Die dänische Regierung hat Berichten zufolge die FE-Führung zum Rücktritt im Jahr 2020 gezwungen, nachdem sie nach einer internen Untersuchung das volle Ausmaß der Beziehung entdeckt hatte. Sie hatten die Ergebnisse jedoch keinem Verbündeten der Europäischen Union mitgeteilt.

Peer Steinbrück erklärte NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung: „Politisch halte ich das für einen Skandal.“ Zwar glaube er, dass auch westliche Staaten funktionsfähige und tüchtige Nachrichtendienste benötigten. Doch zeige diese Art des Abhörens unter Partnern, „dass sie doch ein ziemliches Eigenleben führen.“

Laut Snowden ist Biden involviert

NSA-Whistleblower Edward Snowden schrieb auf Twitter, dass Biden zu diesem Thema „gut vorbereitet“ sei, wenn er bald nach Europa komme. Er sei schon beim ersten Mal „tief in diesen Skandal verwickelt“ gewesen. „Es sollte eine ausdrückliche Forderung nach vollständiger Offenlegung nicht nur von Dänemark, sondern auch von seinem Seniorpartner geben“, so Snowden.

 

Frankreich besorgt

Frankreich hat sich über die Medienberichte besorgt gezeigt. Europaminister Clément Beaune nannte die Vorwürfe am Montag im Radiosender France Info „extrem gravierend“. Sollten sie zutreffen, werde es „Konsequenzen für die Zusammenarbeit haben“, drohte Beaune.

„Wir müssen sehen, ob die Dänen als unsere EU-Partner Fehler in der Zusammenarbeit mit den US-Diensten gemacht haben“, sagte Beaune. Zwischen Verbündeten müsse es „Vertrauen“ geben.

Zugleich nannte Beaune die Spionage-Vorwürfe des Iran gegen den französischen Staatsbürger Benjamin Brière „unverständlich“. Dem 2020 verhafteten Brière droht im Iran die Todesstrafe. Dem Urlauber wird unter anderem vorgeworfen, verbotene Aufnahmen gemacht zu haben. (nmc/dts/afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Unsere Buchempfehlung

Alle Völker der Welt kennen den Teufel aus ihren Geschichten und Legenden, Traditionen und Religionen. Auch in der modernen Zeit führt er – verborgen oder offen – auf jedem erdenklichen Gebiet seinen Kampf gegen die Menschheit: Religion, Familie, Politik, Wirtschaft, Finanzen, Militär, Bildung, Kunst, Kultur, Medien, Unterhaltung, soziale Angelegenheiten und internationale Beziehungen.

Er verdirbt die Jugend und formt sich eine neue, noch leichter beeinflussbare Generation. Er fördert Massenbewegungen, Aufstände und Revolutionen, destabilisiert Länder und führt sie in Krisen. Er heftet sich - einer zehrenden Krankheit gleich - an die staatlichen Organe und die Gesellschaft und verschwendet ihre Ressourcen für seine Zwecke.

In ihrer Verzweiflung greifen die Menschen dann zum erstbesten „Retter“, der im Mantel bestimmter Ideologien erscheint, wie Kommunismus und Sozialismus, Liberalismus und Feminismus, bis hin zur Globalisierungsbewegung. Grenzenloses Glück und Freiheit für alle werden versprochen. Der Köder ist allzu verlockend. Doch der Weg führt in die Dunkelheit und die Falle ist bereits aufgestellt. Hier mehr zum Buch.

Jetzt bestellen - Das dreibändige Buch ist sofort erhältlich zum Sonderpreis von 50,50 Euro im Epoch Times Online Shop

Das dreibändige Buch „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ untersucht auf insgesamt 1008 Seiten historische Trends und die Entwicklung von Jahrhunderten aus einer neuen Perspektive. Es analysiert, wie der Teufel unsere Welt in verschiedenen Masken und mit raffinierten Mitteln besetzt und manipuliert hat.

Gebundenes Buch: Alle 3 Bände für 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands); Hörbuch und E-Book: 43,- Euro.

Weitere Bestellmöglichkeiten: Bei Amazon oder direkt beim Verlag der Epoch Times – Tel.: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]

Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion