Bristol entfernt „Black Lives Matter“-Statue

Epoch Times18. Juli 2020 Aktualisiert: 18. Juli 2020 16:37
In der englischen Stadt Bristol wurde eine "Black Lives Matter"-Statue entfernt.

Die Behörden der englischen Hafenstadt Bristol haben am Donnerstag (16.7) eine „Black Lives Matter“-Statue entfernt.

Aktivisten hatten zuvor die Statue des britischen Sklavenhändlers Edward Colston vom Sockel gestürzt und stattdessen eine Skulptur der BML-Aktivistin Jen Reid eigenmächtig aufgestellt.

Die BLM-Statue sei einen Tag nach ihrer Errichtung beseitigt worden, teilte der Stadtrat mit. „Die Statue wird in unserem Museum aufgestellt, damit der Künstler sie sammeln oder für unsere Sammlung spenden kann“.

Die Colston-Statue wurde von Aktivisten, darunter Reid, im Juni niedergerissen und ins Hafenbecken geworfen.

BML-Statue ohne Genehmigung aufgestellt

Bürgermeister Marvin Rees hatte erklärt, die neue Skulptur sei „weder angefordert noch genehmigt“ gewesen. Tatsächlich war die Statue ohne Wissen des Stadtrats aufgestellt worden.

Die Statue von Edward Colston war seit 1895 an dem Platz gestanden, auch einige Orte in Bristol sind nach ihm benannt.

Bürgermeister will Geschichte von Bristol darlegen

Der Bürgermeister will nun, dass die Bürger von Bristol gemeinsam darüber entscheiden, was mit dem Sockel passieren soll.

Während einer Live-Frage-Antwort-Runde auf Facebook sagte Rees: Er werde mit einer Kommission zusammenarbeiten, um die „vollständige Geschichte von Bristol“ darzulegen. Es sei wichtig „diesen Prozess zu würdigen“.

Bristol gehört zu den britischen Städten, die im 17. und 18. Jahrhundert am stärksten am Sklavenhandel beteiligt waren.

Rees betonte sich zu verpflichten, „eine Zukunft aufzubauen, die die Stadt zusammenbringt“, denn „wir alle leben hier, keiner von uns wird von hier weggehen“. Die Stadt solle ein Zuhause für alle Menschen mit unterschiedlichen Meinungen sein, fügte der Bürgermeister hinzu.

Im Zuge der nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd ausgelösten Proteste wurden auch andere Denkmäler in Großbritannien attackiert. (so)

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