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Bundesregierung verurteilt "grauenhaften Mord" an Lehrer in Frankreich

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Während einer Mahnwache auf dem Place de La Republique am 18. Oktober 2020 in Paris, Frankreich, werden Blumen für den ermordeten Lehrer Samuel Paty niedergelegt.

Foto: Kiran Ridley/Getty Images

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Lesedauer: 1 Min.

Die Enthauptung eines Lehrers in Frankreich schockiert die Bundesregierung. Hier sei „ein grauenhafter Mord“ verübt worden, der weit über Frankreich hinaus „Entsetzen“ ausgelöst habe, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Es handele sich um die Tat eines „islamistischen Fanatikers“. Der Getötete habe im Unterricht über Meinungs- und Glaubensfreiheit gesprochen, was den Werten Deutschlands und Frankreichs entspreche.
Seibert würdigte auch die Solidaritätskundgebungen in Frankreich am Wochenende. Diese seien „bewegend“ gewesen. Die Bundesregierung stehe an der Seite der Franzosen im Einsatz gegen islamistische Gewalt und „Hass in jeder Form“. Der Familie des getöteten Lehrers sprach Seibert das Mitgefühl der Bundesregierung aus.
Der 47-jährige Geschichtslehrer war am Freitag in der Nähe seiner Schule in Conflans-Sainte-Honorine bei Paris von einem 18-Jährigen enthauptet worden. Er hatte mit seinen Schülern das Thema Meinungsfreiheit im Unterricht behandelt und dabei Mohammed-Karikaturen verwendet.
Die französischen Ermittler gehen von einem islamistisch motivierten Terroranschlag aus. Der Angreifer wurde nach der Tat von der Polizei erschossen.
Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte am Montag in Berlin, die Tat mache deutlich, „dass die Gefahr von islamistischer Gewalt, man kann auch sagen: von islamistischem Terror“, weiter bestehe. Die Behörden müssten dies im Blick haben, was auch der Fall sei.  (afp/sua)

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