„Charlie Hebdo“-Zeichner: „Wir kotzen auf all die Leute, die sich plötzlich unsere Freunde nennen“

Epoch Times12. Januar 2015 Aktualisiert: 12. Januar 2015 12:49

Der niederländische "Charlie Hebdo"-Zeichner Bernard "Willem" Holtrop äußerte sich kritisch zu den Demonstrationen in Paris. In einem Interview mit der niederländischen Zeitung "Volkskrant" redet Willem von Heuchelei: "Wir haben viele neue Freunde gewonnen, wie etwa den Papst, Königin Elisabeth oder Wladimir Putin. Ich muss darüber lachen", zitiert die Schweizer Zeitung "20 Minuten" aus dem Interview mit dem Satirezeichner.

Die Menschen in Pakistan hatten vor Jahren öffentlich gegen das "Charlie Hebdo"-Magazin demonstriert, sagte Willem. Dabei wussten sie nicht einmal um was es bei Charlie Hebdo eigentlich ging. Für den 73-jährigen Zeichner ist die jetzige Solidaritätswelle das gleiche. Er sagte, dass die meisten Menschen gar nicht wissen was "Charlie Hebdo" ist.

"Wir kotzen auf all die Leute, die sich plötzlich unsere Freunde nennen", so Willem in dem Interview. Viele dieser neuen "Freunde" haben noch nie eine Ausgabe von "Charlie Hebdo" gesehen, fügte er hinzu.

Twitter-User kritisieren die Parade in Paris

In Paris trafen auch Regierungsvertreter aufeinander, die sonst eher Abstand voneinander nehmen. Zum Beispiel Israels Premier Benjamin Netanjahu und Palästinas Präsident Mahmoud Abbas. Schon seit Jahren ist das Verhältnis der beiden Politiker äußerst gespannt. Friedensverhandlungen zwischen Israel und Palästina konnten nie erfolgreich abgeschlossen werden. Auch Russlands Aussenminister Sergei Lawrow und der ukrainische Präsident Petro Poroschenko reichten sich die Hände um gegen den Terror zu demonstrieren. Zwischen Russland und der Ukraine herrscht jedoch, wegen dem Ukraine-Krieg im Osten des Landes, ein sehr gespanntes Verhältnis. 

Die Staatsoberhäupter bildeten eine Reihe und marschierten Arm in Arm mehrere Meter ab der Place de la République im Trauerzug mit. Alle sprachen sich für die Redefreiheit und gegen den Terrorismus aus. Wie mehrere Benutzer der sozialen Medien finden, gibt jedoch einige Unstimmigkeiten in diesem harmonischen Bild. In einigen dieser Länder, deren Spitzenpolitiker bei der Demonstration mitmachten, ist die Redefreiheit enorm eingeschränkt. In manchen Ländern herrscht sogar Krieg und wenig Kompromissbereitschaft.

Ronny Pohle twitterte:


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