Das Schiff "Alan Kurdi".Foto: Fabian Heinz/Sea-eye.org/AP/Archiv/dpa

„Das Schiff kann nach Deutschland fahren“: Italien will Landung des NGO-Schiffes „Alan Kurdi“ verbieten

Epoch Times5. Juli 2019 Aktualisiert: 6. Juli 2019 8:34
Das italienische Innenministerium plant ein Verbot für die Einfahrt der "Alan Kurdi".

Das italienische Innenministerium plant ein Verbot für die Einfahrt des deutschen NGO-Schiffs „Alan Kurdi“ in Italiens Hochheitsgewässer. „Das Schiff kann nach Tunesien oder nach Deutschland fahren“, betonte Innenminister Matteo Salvini nach einem telefonischen Gespräch mit dem maltesischen Premier Joseph Muscat am Freitag.

Italien und Malta haben auch in diesem Fall ähnliche Ansichten. Es handelt sich um zwei EU-Länder, die bereits seit Jahren unter der Gleichgültigkeit und der Unfähigkeit der EU leiden“, erklärte Salvini.

Die deutsche Organisation Sea-Eye hat mit ihrem Schiff „Alan Kurdi“ nach eigenen Angaben 65 Menschen aus dem Mittelmeer vor der libyschen Küste eingesammelt. Die Menschen seien Freitag früh auf einem überladenen Schlauchboot in internationalen Gewässern entdeckt worden, teilte die in Regensburg ansässige Organisation mit. Sie würden von Ärzten untersucht. Die „Alan Kurdi“ fährt unter deutscher Flagge.

Derzeit wartet bereits ein weiteres NGO-Schiff der italienischen Organisation Mediterranea mit mehr als 50 Migranten auf den Einlass in einen sicheren Hafen. Der italienische Innenminister hat eine Einfahrt verboten. Malta hat sich bereit erklärt, die Menschen von dem Segelboot „Alex“ aufzunehmen. Allerdings nur, wenn Italien im Gegenzug 55 Migranten übernimmt, die bereits auf Malta sind. (afp/so)


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