„Bekämpfen wie COVID-19"
Denguefieber grassiert auf Kuba - Regime ruft Epidemie aus
Auf Kuba hat das Regime wegen dreier grippeähnlicher Erkrankungen eine Epidemie ausgerufen. Missstände begünstigen die Verbreitung von Stechmücken in dem von Wirtschaftskrisen gebeutelten kommunistischen Inselstaat.

Stechmücken übertragen verschiedene Krankheiten, darunter auch das Denguefieber.
Foto: Gustavo Amador/epa/dpa
In Kürze:
- Kubanisches Regime will Fiebererkrankungen wie COVID-19 bekämpfen
- Bevölkerung wirft Regime Untätigkeit vor
- Weltweit ist die Zahl der Dengueerkrankungen stark zurückgegangen
Gleich drei sich schnell verbreitende Krankheiten hat das kubanische Regime zum Anlass genommen, eine Epidemie auszurufen. Konkret handelt es sich um Chikungunya sowie Dengue- und Oropouchefieber. Bei allen drei viralen Infektionskrankheiten sind Mückenstiche die Auslöser. Sie können grippeähnliche Symptome mit unterschiedlicher Intensität verursachen. Kubas Staatschef Miguel Díaz-Canel Bermúdez kündigte an: „Wir werden diese Epidemie genauso bekämpfen wie COVID-19.“
Mangelnde Hygiene und keine Devisen zur Bekämpfung
Wie das offizielle Staatsorgan des kommunistischen Landes, die Tageszeitung „Granma“, meldete, gab es 21.681 Fälle von möglichen Chikungunya-Erkrankungen. Davon seien mehr als 20.000 Verdachtsfälle. Die Zahl der an Denguefieber erkrankten Menschen nennt das Blatt nicht.
Wie Tropeninstitut.de berichtet, wurden in diesem Jahr auf der Insel bis Ende Oktober 6.519 Fälle gemeldet. Aufgrund von Laboruntersuchungen bestätigte sich die Erkrankung bei 166 Menschen. Als Gründe für die Erkrankungen nennt die Website mangelnde Hygiene auf den Straßen, da die Müllabfuhr nur unregelmäßig arbeitet. Hinzukomme stehendes Wasser, weil Abflüsse und Abwasserkanäle nach dem verheerenden Hurrikan Melissa verstopft seien.
Das begünstige die Verbreitung von Mücken, deren Bekämpfung das kubanische Regime nur mangelhaft betreibe. Das Portal „Kubakunde“ nennt als weitere Ursachen Versorgungsengpässe, längere Stromausfälle und eine unregelmäßige Wasserversorgung. Dem von einer schweren Wirtschaftskrise gebeutelten Land fehlten zudem Devisen, sodass eine Bekämpfung der Mücken durch Fumiganten nur unzureichend möglich sei.
Die Ankündigung des Staatschefs auf seinem Facebook-Account, die nun ausgerufene Epidemie „mit einem funktionierenden System, das durch Wissenschaft dringende Analysen und Lösungen ermöglicht“, sorgte für Kritik in den sozialen Medien, wie das Portal „Cibercuba“ berichtete.
Kubaner kritisieren Regime
Viele Nutzer äußerten, dass die Behörden zu spät reagiert haben. „Es ist zu spät, um eine solche Ausbreitung von Viren zu verhindern“, heißt es in einem Beitrag. Ein anderer Nutzer schrieb: „Seit drei Jahren grassiert Denguefieber, und jetzt gibt es Chikungunya, und eine Begasung findet nicht statt.“ Ein Dritter merkte an: „Wenn sie damit genauso umgehen wie mit COVID, sind wir geliefert.“ Andere reagierten mit Sarkasmus: „Dann eben Lockdown für die Mücken“.
Die Pan American Health Organisation, eine Unterorganisation der WHO, meldete für den Zeitraum Januar bis Oktober 2025 knapp 4 Millionen Dengueverdachtsfälle weltweit und berichtet von knapp 2.000 Todesfällen. Das entspricht einer Sterblichkeit von 0,05 Prozent. Der PAHO-Erhebung zufolge ist die Anzahl der Fälle 68 Prozent geringer als im Vorjahreszeitraum. Im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre sind es 9 Prozent weniger. Besonders betroffen seien Regionen in Lateinamerika, Südostasien und Afrika.
Nach einem zweijährigen Volontariat arbeitet Oliver Signus seit mehr als 30 Jahren als Redakteur. Seit 2022 schreibt er für Epoch Times. Dabei ist die vielschichtige, abwechslungsreiche Arbeit das tägliche Salz in der Suppe. Als Schwerpunkte haben sich die brisanten Themen unserer Zeit wie das World Economic Forum (WEF) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) herauskristallisiert.
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