Chinesische Soldaten beim Drill.Foto: PETER PARKS/AFP via Getty Images

Die chinesische Armee – so gebrechlich wie morsches Holz?

Von 30. Juli 2020 Aktualisiert: 31. Juli 2020 15:07
Das chinesische Militär ist voller korrupter Offiziere: In der Volksbefreiungsarmee wird man nicht General aufgrund seines Talentes, sondern aufgrund von Vetternwirtschaft und Bestechung.

Da sich die Beziehungen zwischen China und den Vereinigten Staaten zusehends verschlechtern, wird die Möglichkeit eines Krieges von Tag zu Tag wahrscheinlicher. Man kommt deshalb nicht umhin, die Kampffähigkeiten der chinesischen Volksbefreiungsarmee zu hinterfragen. Können sie es mit dem US-Militär aufnehmen?

Die chinesische Armee wird von der Öffentlichkeit kaum verstanden, da nur wenige Informationen darüber zugänglich sind. Wir werfen hier einen Blick auf einige unausgesprochene Regeln und Vorschriften chinesischer Militärgeneräle.

Viele Truppengattungen, viel Korruption

Beamte auf allen Ebenen des chinesischen Militärs bilden eine große Bürokratie, die noch korrupter ist als das durchschnittliche System lokaler Verwaltungsbeamter.

In weniger als acht Jahren seit dem 18. Nationalkongress der Kommunistischen Partei Chinas im November 2012 wurden 98 hohe Beamte aufgrund von Korruption entmachtet, darunter sechs Generäle, 13 Generalleutnants und 79 Generalmajore. Da die genaue Anzahl von Generälen im aktiven Dienst in China als vertrauliche Information gilt, sind der Öffentlichkeit keine offiziellen Daten zugänglich.

Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass sich das Militär der Kommunistischen Partei Chinas wie jede Armee aus vielen Truppengattungen zusammensetzt. Darin sind fast alle Offiziere korrupt. Die meisten der hohen Beamten, die die Macht verloren haben, waren diejenigen, die ihre politischen Kämpfe verloren haben.

Die Regeln für die Beförderung von Offizieren bestimmen den Standard der Armee als Ganzes. Offiziere sind auch für die Herausbildung einer militärischen Kultur von entscheidender Bedeutung, was sich wiederum auf den Stil und die Kampfeffizienz der Armee auswirkt.

Es gibt mehrere Möglichkeiten für Beförderungen im chinesischen Offizierssystem.

Erste Methode: Man verwendet Geld, um Dienstgrade zu kaufen

Diese Methode macht den Großteil der Beförderungen im chinesischen Offizierssystem aus.

Verschiedene Positionen haben unausgesprochene Regeln, die den Preis bestimmen – angefangen von 20 Millionen Yuan für einen Generalleutnant, 10 Millionen Yuan für einen Generalmajor, 5 Millionen Yuan für einen Oberst, und selbst die Einberufung als einfacher Soldat kostet mindestens 10.000 Yuan.

Je höher die militärische Wichtigkeit, die ein bestimmter Truppenteil in der Armee hat, desto teurer wird es. Der teuerste Soldaten-Rang liegt bei über 100.000 Yuan oder 14.000 US-Dollar.

Zweite Methode: Nachkommen des roten Adels

Diese Menschen wurden in mächtigen kommunistischen Familien geboren und besitzen „natürliche“ Voraussetzungen für Beförderungen. Die KP Chinas legt die Macht in die Hände dieser Leute, wodurch sich die Partei wirklich sicher fühlt.

Und das unabhängig davon, ob diese Personen echtes Talent haben oder nicht. Für sie ist es leicht, Generäle zu werden.

Mao Xinyu, einer der jüngsten Hauptgeneräle in der Armee, ist der einzige Enkel von Mao Zedong. Er bekleidet beispielsweise die Position des stellvertretenden Leiters der Abteilung für Kriegstheorie und strategische Forschung der Akademie der Militärwissenschaften der PLA.

Dritte Methode: Besondere Beförderungen

Diejenigen, die eine besondere Beziehung zu den Spitzenführern der KP China haben, erhalten ebenfalls hohe militärische Ränge.

Song Zuying, die Geliebte des ehemaligen Generalsekretärs der Kommunistischen Partei, Jiang Zemin, wurde in den Rang einer Generalmajorin befördert. Sie hatte eine unerlaubte Beziehung zu Jiang Zemin aufgebaut.

Zhong Shaojun, Xi Jinpings persönlicher Sekretär, hat keine militärische Erfahrung. Durch Xi wurde aber auch Zhong zu einem General ernannt. Im Dezember 2019 wurde er sogar zum Generalleutnant befördert. Auch Jia Tingan, die ehemalige Sekretärin von Jiang Zemin, wurde im Juli 2011 zur Generälin befördert.

Eine korrupte Armee ist so gebrechlich wie morsches Holz

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Die weitverbreitete Korruption des chinesischen Militärs begann, als Jiang Zemin 1989 an die Macht kam. Er wurde damals wegen seiner großen Bereitschaft, die pro-demokratische Studentenbewegung brutal zu unterdrücken und durch Deng Xiaoping, den damaligen Vorsitzenden der Zentralen Militärkommission der KP Chinas, begünstigt. Jiang wurde daraufhin Generalsekretär der KP Chinas. Später übernahm er auch den Vorsitz der Zentralen Militärkommission.

Jiang Zemin, der keine militärische Erfahrung hatte und in den bürokratischen Strukturen als „schurkischer Abschaum“ galt, hatte im Militär keine Autorität. Viele Offiziere schauten auf ihn herab. Um die militärische Macht zu kontrollieren, scharte Jiang Offiziere um sich, die von ihm Befehle entgegennahmen. Anschließend begann er mit umfangreichen Manipulationen, Geschäften und der Misswirtschaft innerhalb des Militärs.

Infolgedessen uferte die Korruption im Militär immer weiter aus und wurde schließlich unkontrollierbar. Das Verhalten der Generäle beim Militär hat auch einen enormen Einfluss auf die Kampfkraft der Armee. Eine korrupte Armee ist so gebrechlich wie morsches Holz – beim ersten Schlag fällt es in sich zusammen.

Zuerst erschienen bei China Observer: „The Mysterious Chinese Army: Officers | 98 generals punished due to corruption within eight years“ (deutsche Übersetzung so)

 

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Viele bezeichnen ihr berufliches oder soziales Umfeld metaphorisch als „Schlachtfeld“ – doch für die KP China bedeutet es Krieg im wahrsten Sinne des Wortes. Diese Partei, die die Regierung Chinas stellt, vertritt den Grundgedanken der „uneingeschränkten Kriegsführung“: „Einfach ausgedrückt, Schwarzkopf [Oberbefehlshaber der multinationalen Streitkräfte des Golfkriegs] + Soros + Morris [Schöpfer des Morris-Wurm-Computervirus] + bin Laden? Das ist unsere wahre Karte, die wir ausspielen“, so zwei chinesische Oberste, die „Erfinder“ der „Uneingeschränkten Kriegsführung“.

Der Schlüsselpunkt dazu sind nicht unbedingt die unter Waffen stehenden Streitkräfte, sondern die „Generalisierung von Krieg“ für jeden chinesischen Landesbürger. „Uneingeschränkte Kriegsführung“ meint, dass „alle Waffen und Technologien nach Belieben eingesetzt werden können; was bedeutet, dass alle Grenzen zwischen Krieg und Frieden, zwischen militärischer Welt und ziviler Welt aufgebrochen werden.“

Es werden Methoden verwendet, die sich über Nationen hinweg erstrecken und verschiedene Bereiche benutzen. Finanzmärkte, der Handel, die Medien, internationales Recht, der Weltraum und viele mehr sind potenzielle Schlachtfelder. Zu den Mitteln des Kampfes gehören das Hacken von IT-Systemen, Terrorismus, biochemische Kriegsführung, ökologische Kriegsführung, atomare Kriegsführung, elektronische Kriegsführung, die Verbreitung von Drogen, Geheim- und Nachrichtendienste, Schmuggel, psychologische Kriegsführung, Ideologie, Sanktionen und so weiter. Darum geht es im 18. Kapitel dieses Buches.

Hier weitere Informationen und Leseproben.

ISBN Band 1: 978-3-9810462-1-2, Band 2: 978-3-9810462-2-9, Band 3: 978-3-9810462-3-6, Drei Bände 1-3: 978-3-9810462-6-7. Einzeln kostet jeder Band 19,90 Euro (zzgl. 2,70 Euro Versandkosten), alle drei Bände gemeinsam sind im Moment noch zum Sonderpreis von 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands) zu erwerben. Das Buch hat insgesamt 1008 Seiten und über 1200 Stichworte im Indexverzeichnis.

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