Republikaner von US-Präsident Donald Trump halten Montag Nominierungsparteitag ab

Epoch Times22. August 2020 Aktualisiert: 22. August 2020 10:49

Jetzt ist die Regierungspartei am Zug: Nach den oppositionellen Demokraten halten die Republikaner von US-Präsident Donald Trump ab Montag ihren Nominierungsparteitag ab. Dabei wird der Amtsinhaber offiziell zum Kandidaten für eine Wiederwahl gekürt. Wegen der Corona-Pandemie wurde die viertägige Veranstaltung in Charlotte im Bundesstaat North Carolina stark verkleinert. Anders als bei den Demokraten werden aber durchaus Parteidelegierte in Charlotte zusammenkommen. Auch Trump persönlich reist an.

Trump hielt trotz der Corona-Pandemie zunächst an einer Großveranstaltung mit zahlreichen Teilnehmern in Charlotte fest und wollte dort auch seine Nominierungsrede halten. Weil North Carolinas Gouverneur Roy Cooper aber auf die Einhaltung strikter Corona-Auflagen pochte, verlegte Trump den Nominierungsteil des Parteitags kurzerhand nach Jacksonville im Bundesstaat Florida.

Angesichts der dann dort rasant steigenden Infektionszahlen wurden die Pläne aber Ende Juli wieder gestrichen. Die Republikaner entschieden sich letztlich für einen abgespeckten Parteitag in Charlotte.

Schon am Montag werden Trump und sein Vize Mike Pence offiziell erneut zum Kandidatenduo gewählt. Trump reist dazu nach Charlotte. Wie die Demokraten hatten auch die Republikaner Vorwahlen abgehalten, es gab aber keine ernsthafte Konkurrenz für Trump. Und wie beim demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden ist die Abstimmung der Delegierten bei den Republikanern reine Formsache.

Trump wird seine Nominierungsrede am Donnerstag im Weißen Haus halten – ein Traditionsbruch, der auch in den eigenen Reihen für Kritik gesorgt hat. Für gewöhnlich sind Wahlkampfauftritte am Amtssitz des Präsidenten tabu.

Der Trump argumentiert, das Weiße Haus sei „vom Standpunkt der Sicherheit her das Einfachste“, zugleich die „preisgünstigste“ Variante – und biete einen „schönen Rahmen“. Kritiker werfen ihm vor, das Weiße Haus parteipolitisch als Machtsymbol zu missbrauchen. Nach Trumps Rede ist ein Feuerwerk an der National Mall geplant, dem riesigen Grünstreifen in Washingtons Innenstadt zwischen Kongress und Lincoln-Memorial.

Beim offiziellen Parteitagsprogramm halten sich die Republikaner bedeckt. First Lady Melania Trump dürfte am Dienstag vom Rosengarten des Weißen Hauses aus eine Rede halten. Vizepräsident Pence will am Mittwoch in der Stadt Baltimore sprechen. Der Trump-Stellvertreter soll insbesondere die religiöse Rechte mobilisieren.

Auch weitere prominente Republikaner und Familienmitglieder Trumps dürften anlässlich des Parteitags Reden halten. Und wie bereits die Demokraten will auch die Regierungspartei Bürger zu Wort kommen lassen.

Medienberichten zufolge wurde unter anderem das Ehepaar Patricia und Mark McCloskey eingeladen, das im Juni international für Schlagzeilen gesorgt hatte. Die beiden hatten Waffen auf Demonstranten gerichtet, die auf dem Weg zu Protesten gegen Polizeigewalt auf einer Privatstraße vor ihrer Villa vorbeiliefen. Videoaufnahmen des Vorfalls gingen um die Welt.

Rund 70 Tage vor der Wahl liegt der Republikaner in Umfragen hinter seinem Herausforderer. Nominierungsparteitage sind traditionell ein wichtiger Moment, um die eigene Anhängerschaft zu mobilisieren und unentschlossene Wähler für sich zu gewinnen. (afp)



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