DIHK: Ingesamt 350 Unternehmen in Deutschland an Nord Stream 2 beteiligt

Epoch Times13. Dezember 2019 Aktualisiert: 13. Dezember 2019 16:00
Das US-Repräsentantenhaus hatte am Mittwoch als Teil des Verteidigungshaushaltes Sanktionen gegen Firmen und Einzelpersonen auf den Weg gebracht, die an dem Pipeline-Projekt beteiligt sind. Die geplanten Sanktionen seien "eine Hiobsbotschaft für die deutsche Wirtschaft", sagte der Außenhandelschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Volker Treier.

An der umstrittenen Ostseepipeline Nord Stream 2 sind insgesamt rund 350 Unternehmen aus Deutschland beteiligt. Das sagte der Außenhandelschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Volker Treier, den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND – Samstagsausgaben). Wegen der geplanten US-Sanktionen im Zusammenhang mit der Pipeline müssten diese Firmen sich nun „Sorgen um ihre Geschäfte machen“, sagte Treier.

Die geplanten Sanktionen seien „eine Hiobsbotschaft für die deutsche Wirtschaft“, sagte Treier weiter. Denn zu den unmittelbaren Folgen hinzu komme die wachsende Sorge vor einer neuerlichen Eskalation des Handelskonfliktes. „Die Entscheidung des US-Repräsentantenhauses wird eine stärkere Unsicherheit an den Weltmärkten zur Folge haben“, prognostizierte der DIHK-Experte. „Neues Vertrauen kann durch diese Politik nicht entstehen.“

Das US-Repräsentantenhaus hatte am Mittwoch als Teil des Verteidigungshaushaltes Sanktionen gegen Firmen und Einzelpersonen auf den Weg gebracht, die an dem Pipeline-Projekt beteiligt sind. Die geplanten Strafmaßnahmen müssen nun noch vom US-Senat gebilligt und anschließend von Präsident Donald Trump unterzeichnet werden. Die USA argumentieren, dass sich Deutschland mit der Pipeline in Abhängigkeit von Russland begeben würde. (afp)

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