Donald Trump auf einer Wahlkampfrede am 28 Juni in Monessen, Pennsylvania.Foto: Jeff Swensen/Getty Images

Donald Trump verurteilt Globalisierung als Job-Killer: Ein Deal zwischen Finanzelite und Politikern

Epoch Times29. Juni 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2016 22:55
Der US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump will die Globalisierung bremsen. Die Freihandelsabkommen und die Globalisierung würde die Finanzelite "unglaublich reich" machen und die Arbeitsplätze in den Vereinigten Staaten vernichten.

Donald Trump macht die Globalisierung und die Freihandelsabkommen für die Dezimierung von Arbeitsplätzen in den Vereinigten Staaten verantwortlich. Dabei handle es sich vor allem um Arbeitsplätze im Produktionsbereich.  

Während einer Rede bei Alumisource, einem Rohstoffhersteller für die Aluminium- und Stahlindustrie im Bundesstaat Pennsylvania, am Dienstag, kritisierte der US-Präsidentschaftskandidat die Handelspolitik der USA. Trump versprach den Arbeitern, sollte er als nächster US-Präsident nominiert werden, werde er eine Wiederbelebung der amerikanischen Wirtschaft einläuten. Darüber hinaus werde er die durch die Globalisierung verlorenen Arbeitsplätze nach Amerika zurückholen.

Bei der Wahlkampfrede kritisierte Trump seine Konkurrentin Hillary Clinton scharf. Sie würde dieses "manipulierte System" unterstützen. 

Wie CNN berichtet, wolle Trump – sollte er Barack Obama als nächster US-Präsident ablösen – auch die Verhandlungen über das geplante Handelsabkommen Transpazifische Partnerschaft, TPP, zwischen den USA, Australien, Brunei, Chile, Japan, Kanada, Malaysia, Mexiko, Neuseeland, Peru, Singapur und Vietnam abbrechen. Zudem spreche sich der Geschäftsmann auch für Neuverhandlungen über das Nordamerikanische Freihandelsabkommen, NAFTA, zwischen Kanada, den USA und Mexiko aus.

Dem Bericht zufolge warnte Trump die Wähler, sich vor seinen Kritikern in Acht zu nehmen. Diese würden nämlich eine "Angst- und Einschüchterungskampagne" betreiben. 

"Unsere Politiker verfolgen eine aggressive Politik der Globalisierung. Sie verlegen unsere Arbeitsplätze, unseren Wohlstand und unsere Fabriken nach Mexiko und ins Ausland," sagte Trump auf seiner Rede in Monessen, so CNN.

Die Globalisierung habe die Finanzelite unglaublich reich gemacht. Und heute seien es genau diese Leute, die die Politiker bei deren Wahlkampagnen finanziell unterstützten. "Ich war einer von ihnen," so Trump. "Ich sage das nicht gerne, aber ich war einer von ihnen". 

Der 70-jährige Unternehmer kritisierte seine Widersacherin Clinton immer wieder dafür, die Freihandelsabkommen zu unterstützen. Er betonte, dass sich unter einer "Präsidentin Clinton nichts ändern wird." Die von Clinton unterstützen Abkommen würden den US-Interessen schaden. "Die Innenstädte werden arm und die Fabriken geschlossen bleiben". 

Trump erntet harsche Kritik

Die Industrie- und Handelskammer, die größte Business-Lobby in Amerika, gab unmittelbar nach Trumps Wahlkampfrede eine Erklärung ab. Wie CNN berichtet, warnte die Kammer davor, dass die vorgeschlagene Wirtschaftspolitik von Donald Trump die Vereinigten Staaten in eine Rezession führen werde.

"Bei einer Umsetzung von Mr. Trumps Handelspolitik, riskieren wir höhere Preise, weniger Arbeitsplätze und eine schwächere Wirtschaft", twitterte die Lobby. 

Auch eine Reaktion aus dem Clinton-Lager folgte prompt. Dort twitterte man ein Foto von einem T-Shirt aus der Trump-Kollektion, das in Bangladesh hergestellt wurde.

Fast alle Kleiderartikel von Donald Trump würden außerhalb der USA, darunter in China und Mexiko, hergestellt werden. "Ich würde wirklich gerne eine Erklärung dazu hören," forderte Hilary Clinton ihren Konkurrenten auf einer Rede vergangene Woche heraus. "Wie passt das zu seinen Ansprachen über ‚zuerst kommt Amerika’".

Um die Kritik seiner Rivalen kümmerte sich Trump am Dienstag nicht. Er betonte stets, die US-Wirtschaftspolitik radikal verändern zu wollen. Darüber hinaus warnte er die Amerikaner wiederholt, sich vor den "Angstkampagnen" seiner Gegner in Acht zu nehmen. (so) 


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion