Retter sind während der laufenden Suchaktion an der Stelle eines eingestürzten Gebäudes im Einsatz, während sie in der Stadt Izmir am 2. November 2020 nach Überlebenden und Opfern suchen, nachdem vor zwei Tagen ein starkes Erdbeben die Westküste der Türkei und Teile Griechenlands erschüttert hatte.Foto: YASIN AKGUL/AFP über Getty Images

Drei Tage nach Erdbeben – Zwei Mädchen in der Türkei lebend geborgen

Epoch Times2. November 2020 Aktualisiert: 2. November 2020 13:45

Knapp drei Tage nach dem schweren Erdbeben in der Türkei haben die Helfer zwei Mädchen aus den Trümmern ihrer eingestürzten Wohngebäude in Izmir geborgen. 65 Stunden nach dem Beben zogen sie am Montag eine Dreijährige aus den Trümmern, wenige Stunden zuvor hatten sie bereits eine 14-Jährige gerettet.

Die türkischen Sender zeigten am Montag Bilder von dem kleinen Wunder. Darauf war zu sehen, wie die kleine Elif unter dem Beifall der Umstehenden aus dem eingestürzten Gebäude geholt und in ein Krankenhaus gebracht wird. „Meine Gebete sind erhört worden, Elif ist wieder bei mir“, sagte die Großmutter des Mädchens.

Mit Elif waren bis Montag 105 Verschüttete lebend aus den Trümmern gerettet worden. Ihre Mutter und ihre drei Geschwister waren schon vor ihr geborgen worden, allerdings erlag der Bruder Angaben des Fernsehers TRT zufolge später seinen Verletzungen.

14-jährige Idil lebend aus den Trümmern geborgen

Wenige Stunden vor der Rettung der Dreijährigen hatten Bergungsteams die 14-jährige Idil Sirian lebend aus den Trümmern eines weiteren Gebäudes geholt. Ihren Bruder jedoch konnten sie nach Informationen der Tageszeitung „Hürriyet“ nur noch tot bergen.

Das schwere Beben hatte am Freitag den Westen der Türkei und die griechische Insel Samos erschüttert. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS lag sein Zentrum zwischen Samos und der türkischen Provinz Izmir. Bis Montag stieg die Zahl der Todesopfer in Izmir Regierungsangaben zufolge auf 85; zwei weitere Schüler waren auf Samos von einer einstürzenden Mauer erschlagen worden.

Fast tausend Menschen wurden in Izmir verletzt, von ihnen waren nach Angaben der Behörden mehr als 200 am Montag noch im Krankenhaus. (afp)

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN