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Drogenhandel

Ecuador: Vier Tote und 34 Verletzte bei Zusammenstößen in Gefängnis

In einem ecuadorianischen Gefängnis sind bei gewaltsamen Auseinandersetzungen vier Menschen getötet und 34 verletzt worden – darunter 33 Häftlinge und ein Polizist.

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In einem Gefängnis in Ecuador (Archivbild).

Foto: Cesar Munoz/AP/dpa

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Lesedauer: 2 Min.

Bei gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Gefängnisinsassen sind in Ecuador am Sonntag mindestens vier Menschen getötet und 34 weitere verletzt worden. Nach Angaben der Gefängnisverwaltung des Landes kamen bei den Auseinandersetzungen in einem Gefängnis in Machala in der Provinz El Oro Schusswaffen und Sprengstoff zum Einsatz.
Bewohner der Stadt hörten in der Nacht zum Sonntag Schüsse, Explosionen und Hilferufe aus dem Inneren des Gefängnisses. Die Gefängnisverwaltung machte keine Angaben dazu, ob es sich bei den Toten um Häftlinge handelte. Bei den Verletzten handele es sich um 33 Gefängnisinsassen und einen Polizisten, hieß es in einer Mitteilung.
Der Behörde zufolge griffen Eliteeinheiten der Polizei „umgehend“ ein und nahmen in der Haftanstalt sieben Menschen fest. Zudem hätten sie die Kontrolle über das Gefängnis wieder hergestellt.

Drehscheibe des internationalen Drogenhandels geworden

Die Haftanstalten in dem südamerikanischen Land sind schon vor Jahren zu Zentralen des organisierten Drogenhandels geworden, immer wieder kommt es dort zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen Mitgliedern verfeindeter Banden.
Die jüngste Gewalt könnte mit Plänen zusammenhängen, einige Insassen in ein neues Hochsicherheitsgefängnis zu verlegen, das Präsident Daniel Noboa in einer anderen Provinz errichten ließ und das in diesem Monat eröffnet werden soll.
Ende September waren bei Kämpfen zwischen rivalisierenden Drogenbanden in der Haftanstalt in Machala 13 Insassen und ein Gefängnismitarbeiter getötet worden.
Ecuador liegt zwischen Kolumbien und Peru, den beiden größten Kokainproduzenten der Welt, galt aber lange als vergleichsweise friedlich und stabil. In den vergangenen Jahren wurde das Land dann selbst zu einer Drehscheibe für den internationalen Drogenhandel. Seitdem hat auch die Gewaltkriminalität massiv zugenommen.(afp/red)

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