Meistgesuchter Verbrecher
Ecuadorianischer Drogen-Boss in Spanien gefasst
Der Chef des größten Drogenkartells von Ecuador ist in Spanien gefasst worden. Er soll für „mindestens 400 Morde verantwortlich“ sein.

Spanische Polizei (Symbolbild)
Foto: Jan Woitas/dpa
„Heute haben wir ‚Pipo‘ Chavarría gefangen, den meistgesuchten Verbrecher der Region und obersten Boss der Los Lobos“, schrieb Ecuadors Präsident Daniel Noboa am Sonntag im Onlinedienst X. In der Vergangenheit habe der Drogenboss „seinen Tod simuliert, seine Identität gewechselt und sich in Europa versteckt“, ergänzte Noboa.
Von dort aus habe Chavarría weiter Morde in Ecuador in Auftrag gegeben, illegale Goldgräberaktivitäten kontrolliert und den Drogenschmuggel mit dem mexikanischen Kartell Jalisco Nueva Generación überwacht. Verteidigungsminister John Reimberg ergänzte auf X, der Drogen-Boss sei für „mindestens 400 Morde verantwortlich“.
Präsident Noboa dankte der spanischen und der ecuadorianischen Polizei für ihre Zusammenarbeit beim Aufspüren des Drogengangsters.
Derzeit die größte Verbrecherorganisation
Los Lobos gilt als die derzeit größte Verbrecherorganisation in Ecuador. Die Gruppe ist im Drogenhandel und im Geschäft mit illegalen Goldminen aktiv und verübt Auftragsmorde. Unter anderem ist sie in das tödliche Attentat auf den damaligen Präsidentschaftskandidaten Fernando Villavicencio im Jahr 2023 verwickelt.
Ecuador liegt zwischen Kolumbien und Peru, den beiden größten Kokainproduzenten der Welt, galt aber lange als vergleichsweise friedlich und stabil. In den vergangenen Jahren wurde das Land dann selbst zu einer Drehscheibe für den internationalen Drogenhandel. Seitdem hat auch die Gewaltkriminalität massiv zugenommen.(afp/red)
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