Elf Festnahmen bei Ausschreitungen in Seattle: Aktivisten schlagen Fensterscheiben ein und besprühen Wände

Von 16. September 2020 Aktualisiert: 16. September 2020 16:14
In Seattle, im US-Bundesstaat Washington, kam es erneut zu Randalen. Aktivisten schlugen Fenster von Geschäften ein und besprühten Wände mit Schmierereien. Die Polizei nahm etliche Personen fest.

In der US-Stadt Seattle kam es am Dienstag (15. September) erneut zu Ausschreitungen. Nach Angaben der Polizei gab es nach einer „Black Lives Matter“-Demonstration einen „Aufstand“. Elf Menschen wurden festgenommen.

Die Demonstranten versammelten sich demnach zu einer Anti-Polizei-Kundgebung und schlugen im Zuge dessen Fenster von Geschäften ein und besprühten die Wände mit Graffiti. „Was als eine Anti-Polizei-Kundgebung/Demonstration begann, verwandelte sich zu einem Sachschaden für Unternehmen“, gab das Polizeibüro von Seattle in einer Erklärung bekannt.

Als die Polizeibeamten versuchten, die für den Schaden verantwortlichen Personen festzunehmen, versuchten andere Mitstreiter einzugreifen – auch sie wurden festgenommen.

Ein Live-Stream aus der Innenstadt zeigte Polizeibeamte auf Fahrrädern, die einige der Anwesenden festnahmen. Einige Randalierer waren in dem von der linksextremen Antifa bevorzugten Stil gekleidet: ganz schwarz, mit schwarzen Gesichtsmasken.

Die Beamten setzten während des Tumults Pfefferspray ein.

Die Polizisten beschlagnahmten Pfefferspray, ein Messer, einen zusammenklappbaren Schlagstock und andere Utensilien, welche die Randalierer bei sich trugen. Zehn Personen wurden wegen Sachbeschädigung und Behinderung von Ermittlungen ins Gefängnis gebracht.

Eine weitere Person habe über eine Verletzung geklagt und sei zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht worden, teilte die Polizei mit. Das Ausmaß der Verletzung ist nicht bekannt.

Eine separate Demonstration vor dem Hyatt Hotel in der Innenstadt wurde durch eine gefälschte Pressemitteilung ausgelöst. In der Mitteilung der Aktivistengruppe „350 Seattle“ hieß es, das Hotel würde geschlossen, um Obdachlose zu beherbergen.

Später veröffentlichte die Gruppe zwei Seiten eines Schriftstückes, das demnach von „einem anonymen Ad-hoc-Kollektiv verschiedener Organisatoren“ stammte. Darin wurde erklärt, dass die Veröffentlichung der Pressemitteilung „ein Trick“ gewesen sei. „Wir wussten, dass das Hyatt keine Zimmer zur Verfügung stellen wird und dass weder die Stadt Seattle noch das King County Council Notunterkünfte finanzieren werden“, so die anonyme Gruppe. „Es mag Sie überraschen, aber wir lügen nicht gerne. Im Zeitalter der Fehlinformation schätzen wir die Wahrheit mehr denn je. Aber im Moment ist die Wahrheit weit weniger glaubwürdig als die Lügen, die wir erzählt haben“.

Das Kollektiv drängt darauf, dass die Stadtverwaltung das Veto von Bürgermeisterin Jenny Durkan gegen eine Obdachlosen-Strategie namens JumpStart Seattle aufhebt.

Dazu erklärte das Hotel Hyatt gegenüber „Newsweek“: Der Schwindel sei ein „unethischer, illegaler“ Versuch, die Regierung zum Handeln zu bewegen. „Hyatt sorgt sich sehr um die Gemeinde von Seattle und um alle Gemeinden, in denen Hyatt Hotels betrieben werden“, so der Sprecher des Hotels. „Wir sind empört, dass eine anonyme Gruppe eine gefälschte Pressemitteilung herausgegeben hat, die viele der verletzlichsten Personen in Seattle irregeführt und versucht hat ihnen Glauben zu machen, sie würden gratis Hotelunterkünfte erhalten“.

Dieser Artikel erschien im Original auf The Epoch Times USA unter dem Titel: 11 Arrested for Rioting in Seattle Following Anti-Police Rally (deutsche Bearbeitung so)

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