Qatar Airways.Foto: Stringer/EPA FILE/dpa/dpa

Empörung nach Zwangsuntersuchung von Frauen an Flughafen in Katar

Epoch Times26. Oktober 2020 Aktualisiert: 26. Oktober 2020 17:29
Weibliche Passagiere sind am Flughafen von Katar zwangsweise gynäkologischen Untersuchungen unterzogen worden, nachdem auf einer Flughafentoilette ein ausgesetztes Frühchen entdeckt wurde.

Die australische Regierung verurteilte am Montag das „grobe“ und „beleidigende“ Vorgehen am Airport in Doha.

Dort waren mehrere Flugreisende, darunter Australierinnen, Anfang des Monats aus einer Maschine geholt und auf Anzeichen für eine kürzlich erfolgte Niederkunft untersucht worden, wie jetzt bekannt wurde. Aus informierten Kreisen in Doha hieß es, die Frauen seien „invasiven Leibesvisitationen unterzogen worden“. Bei ihnen sei zwangsweise ein Abstrich vom Gebärmutterhals gemacht worden.

Australiens Außenministerin: „beleidigendes, besorgniserregendes“ Vorgehen

Die australische Außenministerin Marise Payne sprach von einem „zutiefst verstörenden, beleidigenden, besorgniserregenden“ Vorgehen der Behörden in Katar: „So etwas habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gehört.“ Die Regierung habe den katarischen Behörden ihre Besorgnis deutlich gemacht, die australische Bundespolizei sei eingeschaltet.

Der mitreisende Passagier Wolfgang Babeck, der ebenfalls in der betroffenen Maschine von Doha nach Sydney saß, schilderte AFP, mehrere Frauen seien in einem Zustand „totaler Erschütterung“ von der Untersuchung an Bord zurückgekehrt.

„Alle waren aufgewühlt, manche waren wütend, eine weinte, aber im Grunde konnten alle kaum glauben, was passiert war.“Schließlich hob die Maschine von Qatar Airways mit vier Stunden Verspätung in Richtung Sydney ab.

Mildklingende Erklärung des Flughafen Doha

Der Flughafen Doha erklärte, Mediziner hätten sich „Sorgen um die Gesundheit und das Wohlergehen einer Mutter gemacht, die gerade niedergekommen war“. Daher hätten sie darum gebeten, die Frau ausfindig zu machen.

„Personen, die Zugang zu dem Bereich des Flughafens hatten, wo das Neugeborene gefunden wurde, wurden gebeten bei der Suche zu helfen“, hieß es in der Erklärung der Airportverwaltung weiter, ohne auf die Zwangsuntersuchungen einzugehen. Die Mutter des Babys wurde letztlich nicht gefunden. Dem Airport zufolge ist das Kind wohlauf. (afp)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

In letzter Zeit beobachten wir, wie Hacker immer wieder beliebige Nicks verwenden und üble Kommentare unter eben diesen Namen schreiben. Trolle schrecken nicht davor zurück, das Epoch Times Logo als Profilbild sich anzueignen und ebenfalls die Kommentarfunktion auf schlimmste Weise zu missbrauchen.

Aufgrund der großen Menge solcher Angriffe haben wir uns entschieden, einen eigenen Kommentarbereich zu programmieren, den wir gut kontrollieren können und dadurch für unsere Leser eine wirklich gute Kommentar-Umgebung schaffen können.

In Kürze werden wir diese Kommentarfunktion online stellen. Bis dahin bitten wir Sie noch um etwas Geduld.


Ihre Epoch Times - Redaktion