Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan.Foto: Iskandar/BERNAMA/dpa/dpa

Erdogan gibt nicht nach: Türkischer Staatschef will Suche nach Gas trotz EU-Drucks fortsetzen

Epoch Times19. August 2020 Aktualisiert: 19. August 2020 22:01

Trotz des zunehmenden Drucks vonseiten der EU will der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan weiterhin mit türkischen Erkundungsschiffen nach Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer suchen lassen. Die Türkei werde „Piraten“ nicht nachgeben, sagte Erdogan am Mittwoch in Ankara. Seit der Entdeckung von Gasvorkommen im Mittelmeer gibt es heftigen Streit zwischen Ankara und Athen um deren Ausbeutung. Griechenland bekommt als EU-Mitgliedsstaat dabei Unterstützung aus Brüssel.

Die Türkei sei „zu 100 Prozent“ im Recht, sagte Erdogan. „Wenn wir den Piraten nachgeben, können wir künftigen Generationen nicht ins Gesicht sehen“, betonte der Präsident bei einem Besuch einer Produktionsstätte für Solaranlagen in der türkischen Hauptstadt.

„Wir können unseren Kindern kein Land überlassen, das nicht in der Lage ist, seine eigenen Rechte zu verteidigen“, sagte er weiter. Erdogan fügte hinzu, die Türkei lasse sich nicht von „kolonialistischen“ Mächten belehren und werde „ihre Rechte bis zum Ende verteidigen“.

Der Staatschef bezog sich dabei wohl auf die jüngsten Äußerungen Frankreichs. Der Nato-Partner hatte Ankara zuletzt wegen des Vorgehens im östlichen Mittelmeer scharf kritisiert und als Reaktion zwei Kampfflugzeuge und zwei Kriegsschiffe in die Region entsendet, um Griechenland zu unterstützen. Die EU forderte die türkische Regierung auf, ihre Aktivitäten „unverzüglich“ einzustellen.

Auch Griechenland ist nach eigenen Angaben mit seiner Marine in der Region unterwegs. Dabei sei in der vergangenen Woche bereits zur einer Kollision zwischen einer türkischen Fregatte und der griechischen Marine gekommen, sagte eine griechische Militärquelle am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP und bestätigte damit zuvor veröffentlichte Presseberichte.

Die griechische Zeitung „Kathimerini“ veröffentlichte ein Foto, welches das türkische Schiff „Kemal Reis“ in einem beschädigten Zustand zeigen soll. Ursache für den Zusammenstoß soll laut dem Medienbericht ein „Manövrierfehler“ des türkischen Kapitäns gewesen sein, um das griechische Schiff vom Fahren „abzuhalten“.

Seit der Entdeckung reicher Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer erheben neben der Türkei und Griechenland auch die Republik Zypern Anspruch auf die Seegebiete. Athen und Zypern sehen die Erkundungen türkischer Schiffe in ihren Hoheitsgewässern als Verstoß gegen ihre Souveränität. Ankara hingegen besteht darauf, dass der Türkei als Küstenstaat Teile der Gasvorkommen zustehen. (afp)

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