Ursula von der Leyen sagte bei der EU-Geberkonferenz 15 Milliarden Euro aus Mitteln der EU zu. Foto: Olivier Matthys/AP/dpa/dpa

EU sammelt 7,4 Milliarden Euro bei internationaler Geberkonferenz ein

Epoch Times4. Mai 2020 Aktualisiert: 4. Mai 2020 21:24
Mit 7,4 Milliarden Euro will die EU die Entwicklung eines Corona-Impfstoffs weltweit koordiniert angehen. Das bei einer Online-Geberkonferenz gesammelte Geld könne nur ein Anfang sein, sagte EU-Kommissionschefin von der Leyen.

Die EU hat bei einer internationalen Geberkonferenz 7,4 Milliarden Euro für  die Entwicklung eines Impfstoffs und weitere Leistungen der Pharmaindustrie eingesammelt. Die von den Teilnehmern am Montag zugesagte Summe könne nur ein Anfang sein, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. In den kommenden Monaten werde noch „viel mehr“ gebraucht. Die USA unterstrichen derweil ihre Absicht, selber einen Impfstoff zu entwickeln.

„Der heutige Sprint war ein großartiger Start für unseren Marathon“, sagte von der Leyen.  Die von der EU organisierte Geberkonferenz verfehlte nur knapp das erklärte Ziel von 7,5 Milliarden Euro. „Das ist eine gewaltige und inspirierende Demonstration globaler Solidarität“, sagte der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus.

Merkel betont globalistisches Herangehen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bezeichnete die Konferenz als „ein Signal der Hoffnung in so schwierigen Stunden für viele Länder“. Die Pandemie sei eine globale Herausforderung, die sich auch nur global überwinden lasse. Für Deutschland kündigte Merkel einen Beitrag von 525 Millionen Euro an.

Ein künftiger Corona-Impfstoff „wird ein öffentliches Gut sein, das niemandem gehört, sondern allen“, versicherte der französische Präsident Emmanuel Macron. Für Frankreich sagte er einen Beitrag in Höhe von 515 Millionen Euro zu. Später verkündete von der Leyen, Frankreich werde zusätzlich noch Kreditgarantien für die Europäische Investitionsbank (EIB) in Höhe einer Milliarde Euro leisten.

Von der Leyen verspricht 1,5 Milliarden Euro aus EU-Haushalt

Den ursprünglich auf eine Milliarde Euro bezifferten Beitrag ihrer Behörde korrigierte die Kommissionschefin zudem auf rund 1,5 Milliarden nach oben und verwies ebenfalls auf die EIB. Sehr großzügig zeigten sich außerdem Japan (762 Millionen), Kanada (552 Millionen), Großbritannien (547 Millionen) und Saudi-Arabien (457 Millionen).

Nach Angaben der EU-Kommission sollen vier Milliarden Euro des Gesamtbetrags in die Entwicklung eines Impfstoffs fließen. Mit zwei Milliarden Euro sollen die Behandlungsmöglichkeiten und mit 1,5 Milliarden Euro die Testkapazitäten weltweit ausgeweitet werden. Das Geld geht demnach in erster Linie an globale Organisationen wie die internationalen Impfstoffallianzen Cepi und Gavi.

Impfstoffunternehmer Bill Gates gibt 100 Millionen

Auch die WHO profitiert von der als „Global Response“ betitelten Initiative. Unterstützt wird das Vorhaben zudem von der Weltbank und privaten Stiftungen. Die Bill and Melinda Gates Foundation sagte rund 100 Millionen Euro zu. Popstar Madonna sagte eine Millionen Euro zu.

Aus der Liste der G7-Staaten fehlten lediglich die USA. „Als ein weltweit führendes Land in der Auslandshilfe gegen Covid-19 begrüßen wir die Bemühungen der EU“, sagte ein Regierungssprecher in Washington. Aber die Geberkonferenz sei nur „eine von vielen“ derartiger Veranstaltungen. US-Präsident Donald Trump hatte am Sonntag verkündet, die USA würden bis Ende des Jahres selber einen sicheren Impfstoff entwickeln.

USA verärgern die Verfechter globalistischer Lösungen

Washingtons Alleingang sorgte in Brüssel für Unmut. Während die EU für globale Lösungen einstehe, verweigere sich die USA dem, beklagte ein EU-Beamter. „Sie grenzen sich ab.“ Es bestehe aber noch Hoffnung: „Wir stehen erst am Anfang eines Prozesses und hoffen, dass sich die US-Regierung an den gemeinsamen Bemühungen beteiligen wird.“

UN-Generalsekretär Antonio Guterres schätzte den Gesamtbedarf für die Entwicklung und Verbreitung eines Impfstoffs auf rund 37 Milliarden Euro. EU-Ratspräsident Charles Michel warnte, die Kosten nicht zu handeln, wären „weit größer“. Es müsse sichergestellt werden, dass Heilmittel überall auf der Welt zu erschwinglichen Preisen verfügbar seien, auch etwa in Afrika. (afp/al)

 

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