Europa ist vermutlich geplanten Terror-Anschlägen entgangen

Epoch Times29. September 2010 Aktualisiert: 29. September 2010 13:38

Medienberichten zufolge sind Metropolen in Deutschland, Frankreich und Großbritannien geplanten Terror-Anschlägen entgangen. Westliche Geheimdienste hätten die Pläne vereitelt. Die Hintermänner sollen laut britischem Geheimdienst Kontakte zum Terrornetzwerk Al-Kaida haben.

Nach Aussagen von ZDF-Terrorismus-Experte Elmar Theveßen sind die Anschlagspläne durch das Verhör von Ahmed Siddiqui aufgedeckt worden. Nach Angaben des im afghanischen Bagram im Militärgefängnis sitzenden Siddiqui wurden mehrere Kommando-Einheiten nach Westeuropa geschickt, um dort Anschläge zu verüben. Siddiqui wurde von US-Einheiten auf dem Weg nach Europa aufgegriffen und gehört zu einer Gruppe von Muslimen, die 2009 von Deutschland nach Afghanistan gingen, um in Trainingslagern ausgebildet zu werden.

Das ZDF berichtet in diesem Zusammenhang weiter, die Aktionen sollten von Al-Kaida in Zusammenarbeit mit dem Haqqani-Netzwerk, einer Terrorgruppe, die in Afghanistan und Pakistan operiert, gesteuert werden. Die Anschläge sollten – ähnlich wie in Bombay 2008 – von Straßenkämpfen begleitet werden. Laut Theveßen besteht in Europa weiter eine erhöhte Bedrohung. Die Gefahr sei noch nicht gebannt.

Laut Berichten der „Zeit“ fallen die Aussagen in eine Zeit vermehrter Sicherheitswarnungen der westlichen Geheimdienste. Erst vor einer Woche hatte US-Heimatschutzministerin Janet Napolitano erklärt, dass die USA und Europa einer immer größer werdenden Bedrohung von Anschlägen ausgesetzt seien. In Frankreich wiederum warnen die Sicherheitsbehörden seit Wochen vor einer konkreten Terrorgefahr. „Die Bedrohung ist real, unsere Überwachung ist verstärkt“, hatte Innenminister Brice Hortefeux kürzlich erklärt.

Berichten von Sky News zufolge sei die Größe des jetzigen Komplotts durch einen Informationsaustausch der Geheimdienste in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA entdeckt worden. Daraufhin hat das US-Militär geholfen, die Hintermänner in Pakistan aufzuspüren. Dies erkläre auch die vermehrten Angriffe von US-Drohnen auf pakistanisches Gebiet in den vergangenen Tagen, hieß es.

Entgegen allen Meldungen über Warnungen, berichtet der Nachrichtendienst dapd, die deutschen Sicherheitsbehörden hätten nach ihren eigenen Angaben keine derartigen Hinweise und auch die Sicherheitsstufe nicht erhöht. Das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden ließ der „Zeit“ mitteilen, man könne zu den Berichten im Augenblick nichts sagen. (mcd)

 



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