Ex US-Notenbank-Chef Alan GreenspanFoto: Alex Wong/Getty Images

Ex US-Notenbank-Chef: „Griechenland muss die Eurozone verlassen“

Epoch Times9. Februar 2015 Aktualisiert: 9. Februar 2015 12:38

Der ehemalige US-Notenbank-Chef Alan Greenspan prognostizierte, dass Griechenland bald gezwungen sein wird, die Eurozone zu verlassen. Greenspan meinte, dass er für die griechische Regierung keine Chance mehr sehe sich Geld von anderen Staaten zu leihen, berichtet die britische "Dailymail". 

Bis Ende Februar benötigt Athen noch rund 6,7 Milliarden Euro um die griechische Wirtschaft am Laufen zu halten. Sollte die Regierung scheitern dieses Geld zur Verfügung zu stellen, würde das Land mit der Begleichung ihrer Schulden in Verzug kommen. Unter diesem Umstand würde die  Nation von dem einheitlichen Währungssystem ausgeschlossen werden, sagte der ehemalige Vorsitzende der Federal Reserve.

Sollte die neu gewählte Regierung, die linke Partei Syriza, ihr Wahlversprechen halten den Sparkurs einzustellen, könnte dieses Szenario bald eintreten. Momentan ist die griechische Regierung auf Kollisionskurs mit dem Rest der einheitlichen Eurozone.

Greenspan sagte im Interview mit dem britischen TV-Sender "BBC": "Die Situation in Griechenland ist, dass wenn die Regierung keine neuen zusätzlichen Kredite mehr erhält sie mit den Zahlungen in Verzug kommt und aus dem Euro ausscheiden wird."

"Ich sehe niemanden der bereit ist seine Fonds in Griechenland zu investieren, nachdem alle schon so oft enttäuscht wurden."

Greenspan sagte auch, "die Mitglieder der Eurozone halten alle Trümpfe in den Händen."

Zwischen 1987 und 2006 war Alan Greenspan der Vorsitzende der US-Notenbank, Federal Reserve.

Tsipras erklärt Griechenland-Rettung für gescheitert

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hat das EU-Rettungsprogramm für gescheitert erklärt. "Die Rettungsprogramme haben versagt", sagte Tsipras in seiner ersten Regierungserklärung vor dem Parlament. Er lehne jede Verlängerung der Kredite ab.

"Die neue Regierung ist nicht dazu berechtigt, um eine Verlängerung der Programme zu bitten, denn sie kann nicht um eine Verlängerung von Fehlern bitten." Alternativ wolle er den europäischen Geldgebern ein Brückenprogramm vorschlagen, um Zeit für neue Lösungen zu erhalten.

Griechischer Premier schlägt Überbrückungsprogramm vor 

Tsipras glaubt trotz bestehender Vorbehalte in EU-Ländern, dass eine Einigung in der Schuldenkrise möglich wäre. Griechenland könne derzeit seine Schulden nicht zurückzahlen und werde deshalb seinen Partnern ein Überbrückungsprogramm bis Juni vorschlagen.

Das sagte der Premier in seiner Regierungserklärung. Der Linkspolitiker kündigte einen harten Kampf gegen Korruption und Steuersünder in seinem Land an. Eine Sondereinheit solle auch große Auslandsguthaben überprüfen.

Tsprias erklärte weiterhin, Staatsausgaben und Vergünstigungen zu kürzen. Der Mindestlohn werde hingegen schrittweise angehoben. (so) 


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