Fall Epstein: Gericht lässt Maxwell-Akten entsiegeln – Prinz Andrew „sollte sehr besorgt sein“

Von 25. Juli 2020 Aktualisiert: 26. Juli 2020 9:23
Die mutmaßliche Epstein-Gehilfin Ghislaine Maxwell muss bislang versiegelte Dokumente aus einem Zivilverfahren der Öffentlichkeit zugänglich machen. Dies entschied ein Gericht in New York. Der Beschluss könnte auch für Prominente wie Prinz Andrew Ungemach bedeuten.

Am Donnerstag (23.7.) fällte Richterin Loretta Preska vom Bezirksgericht für den Südlichen Bezirk von New York in einem bereits seit 2015 geführten Zivilrechtsverfahren gegen die in New York in Untersuchungshaft sitzende mutmaßliche Epstein-Gehilfin Ghislaine Maxwell einen möglicherweise folgenschweren Beschluss. Demnach müssen bislang unter Verschluss gehaltene Dokumente freigegeben werden, die auch Maxwells Sexualleben betreffen – und möglicherweise das vieler prominenter Bekannter des 2019 verstorbenen US-Milliardärs Jeffrey Epstein.

„Prinz Andrew sollte jetzt die Karten auf den Tisch legen“

Bereits seit fünf Jahren läuft das Verfahren wegen übler Nachrede, das Virginia Roberts Giuffre gegen Maxwell angestrengt hat. Roberts ist eine jener Frauen, die dem verstorbenen Investmentbanker Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell vorwerfen, sie im Teenageralter unter falschen Versprechungen auf Grundstücke des Milliardärs gelockt und dort als Sex-Sklavinnen für sich selbst und teils prominente Gäste gehalten zu haben.

Unter Epsteins Gästen sollen sich bedeutende Unternehmer, Wissenschaftler, Politiker und Adelige befunden haben. Wie die britische „Sun“ berichtet, hat die Anwältin einiger mutmaßlicher Epstein-Opfer, Lisa Bloom, den Beschluss als „positiven Schritt“ bezeichnet. Verborgenheit schütze die Täter, erklärte die Anwältin, während Transparenz den Opfern helfe.

Jeder, der enge Verbindungen zu Epstein und Maxwell gehabt habe, sollte nun besorgt sein, meinte Bloom, und gegenüber dem „Daily Mirror“ nannte sie insbesondere einen Namen: „Vor allem Prinz Andrew sollte jetzt die Karten auf den Tisch legen und mit den Ermittlern zusammenarbeiten, wie er dies bereits vor Monaten versprochen hat.“

Zwei bisher nicht genannte Zeugen im Epstein-Komplex?

Dem Beschluss zufolge sollen die verfahrensgegenständlichen Akten nun binnen einer Woche entschlüsselt werden. Bis dahin haben Maxwells Anwälte Zeit, eine Beschwerde dagegen einzureichen, was sie auch bereits am Tag der Verkündung in Aussicht gestellt hatten.

Wie die „Sun“ weiter berichtet, sollen mit den Aktenteilen auch die Namen zweier weiterer mysteriöser „John Does“ enthüllt werden, denen eine Schlüsselrolle bezüglich der Aufklärung des Menschenhändlerrings zukommen soll, den Epstein und Maxwell mit hauptsächlich minderjährigen Mädchen betrieben haben sollen.

Virginia Roberts Giuffre, die seit 2015 den Zivilprozess gegen Maxwell führt, hatte dem 2019 tot in seiner Untersuchungshaftzelle aufgefundenen Epstein Missbrauch in multiplen Fällen vorgeworfen. Epstein soll sie auch dem sexuellen Verkehr mit Prinz Andrew aus dem britischen Königshaus zugeführt haben. Der Adelige bestreitet bis heute die Vorwürfe. Nachdem Maxwell Roberts der Lüge bezichtigt hatte, klagte diese.

Maxwell soll im Juli 2021 vor Gericht stehen

Ursprünglich war das Verfahren 2017 durch einen Vergleich beigelegt worden. Während 2.000 Seiten an Dokumenten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden, blieben hingegen 900 unter Verschluss. Diese könnten in weiterer Folge auch im Strafverfahren gegen Maxwell von Bedeutung sein, die Anfang des Monats auf einem Grundstück im New Hampshire festgenommen worden war, wo sie sich offenbar seit der Verhaftung ihres langjährigen engen Freundes Epstein aufgehalten hatte.

Roberts hatte die Entsiegelung der Dokumente gefordert, um damit weitere Zivilklagen zu stützen, unter anderem wiederum gegen Maxwell, aber auch gegen den Anwalt Alan Dershowitz. Mehrere Frauen haben Maxwell vorgeworfen, eine Drahtzieherfunktion in dem Menschenhandel Epsteins eingenommen und diesem Mädchen zum Zwecke des sexuellen Missbrauchs zugeführt zu haben. Teilweise habe sie auch selbst daran teilgenommen, behaupten mindestens zwei mutmaßliche Betroffene.

Maxwell bleibt bis auf Weiteres in Untersuchungshaft, einen Antrag auf Freilassung gegen Kaution hatte die zuständige Kammer in der Vorwoche abgelehnt, weil sie akute Fluchtgefahr annimmt. Im Juli 2021 soll der Prozess beginnen, Maxwell drohen 35 Jahre Haft.

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