RadarsuchgerätFoto: AFP/Getty Images

Flug MH370-Malaysia Airlines: Ist der „siebte Bogen“ doch das falsche Suchgebiet?

Epoch Times19. Oktober 2014 Aktualisiert: 19. Oktober 2014 11:00

Der verschwundene Malaysia Airlines Flug MH370 ist wahrscheinlich wegen Treibstoffmangels "spiralförmig" in den südlichen Indischen Ozean gestürzt. Zumindest heißt es das in einem unlängst veröffentlichten Bericht der australischen Regierung. 

Das Flugzeug, das am 8. März mit 239 Menschen an Bord spurlos verschwunden ist, war auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking. Beamte glauben, dass die Maschine umkehrte und wegen Treibstoffmangels Hunderte Kilometer westlich von Perth, Australien abstürzte. 

Die Suche nach der Boeing wurde unlängst in ein fern abgelegenes Gebiet im südlichen Indischen Ozean, in die Region "siebter Bogen", verlegt. Die australischen Behörden kartierten rund 60 000 Quadratkilometer Meeresboden und begannen daraufhin Suchschiffe in die gekennzeichneten Gebiete zu entsenden. 

Die Schiffe, die nach MH370 suchen, sind mit Sonar, Videokameras und anderen Geräten ausgestattet. Das US-Schiff "GO Phoenix" und die niederländische "Fugro Discovery" sind im neuen Suchgebiet eingetroffen und bereits im Einsatz. Ein drittes Schiff, die "Fugro Equator", soll Ende Oktober dazukommen.  

"Wenn sie losfahren werden sie das Unterwassersonar an ein acht Kilometer langes Kabel anbinden. Das Sonar wird an einen ‚Toefish‘ angebunden, der auch mit Sonargeräten ausgestattet ist. Danach wird es rund 100 Meter, bis ganz in die Nähe des Meeresbodens, abgelassen werden", sagte der Chef der zuständigen australischen Transportsicherheitsbehörde Martin Dolan, der Daily Mail. 

Dolan sagte weiters: "Wir wissen, dass die Maschine dort gefunden werden wird, aber wir müssen herausfinden, welchem Suchbereichen wir die größte Priorität einräumen sollen." Er fügte hinzu: "Auch das Ziehen der teuren Ausrüstung ist eine Herausforderung. Wir müssen die Beschaffenheit des Meeresbodens erkunden. Der Meeresboden ist sehr komplex. Das ist keine einfache Sache. Zusätzlich müssen wir unsere Aufmerksamkeit auch noch auf einige andere Bereiche richten. Auch die Auswertung der Daten erfordert ein geschultes Auge, um diese verstehen zu können."

Keine Spur, "nicht einmal ein Sitzkissen"

Der Chef der Fluggesellschaft, Tim Clark, bezweifelt jedoch, dass die Maschine in den indischen Ozean abstürzte. 

Der Brite baute die Emirates zu einer der weltgrößten Fluggesellschaften aus. Clark gilt in der Luftfahrtbranche als profunder Kenner und Kritiker. Über das Verschwinden von MH370 hat der 64-jährige eine eigene Meinung. Die Emirates betreibt 127 Flugzeuge der Marke Boeing 777. Die Unglücksmaschine der Malaysia Airlines war auch eine Boeing 777.

In einem unlängst veröffentlichten Interview zwischen dem Nachrichtenportal Spiegel und Tim Clark sagte er:

"Jeder muss sich selbst überlegen, wer da was getan hat. Wir müssen wissen, wer wirklich in diesem Flugzeug war, und wir müssen wissen, was es geladen hatte. Bei allen, die an der Untersuchung beteiligt waren, müssen wir Druck machen. Ich bin übrigens nicht der Ansicht, dass die Tracking-Systeme moderner Langstreckenjets verbessert werden müssen. Die Boeing 777 ist bereits jetzt eines der fortschrittlichsten Flugzeuge der Welt, mit modernsten Kommunikationssystemen. MH370 hätte niemals in eine Situation geraten dürfen, in der das Flugzeug nicht mehr vom Boden aus zu orten war." 

Auf die Frage des Spiegel-Reporters, warum jemand absichtlich die Boeing fünf Stunden lang in Richtung Antarktis fliegen hätte sollen, meinte Clark: "Wenn das überhaupt der Fall war! Ich meine, dass jedes Detail und alle sogenannten Fakten dieses Falls in Frage gestellt und transparent untersucht werden müssen. Das ist bisher nicht einmal annähernd geschehen. Es gibt viele Informationen, mit denen wir viel direkter und ehrlicher umgehen müssen. Jede Sekunde dieses Flugs muss analysiert werden. Bis zu seinem angenommenen Ende im Indischen Ozean. Für das man im Übrigen ja bislang keine Spur finden konnte, nicht einmal ein Sitzkissen." (so) 

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