Österreichische SoldatenFoto: ALEXANDER KLEIN/Getty Images

FPÖ-Minister: Feministische Sprachvorgaben zerstören die Struktur unserer Muttersprache – bis zur Unkenntlichkeit

Epoch Times26. Mai 2018 Aktualisiert: 27. Mai 2018 12:22
Übertriebene Sprachpolizei und Gender: Beim Militär in Österreich wird künftig auf das sogenannte Binnen-I verzichtet.

Bei der österreichischen Bundeswehr wurde das Aus für geschlechterneutrale Formulierungen beschlossen.

Der „geschlechtergerechte Sprachgebrauch“ habe sich als nicht „praxistauglich“ erwiesen, sagte Mario Kunasek von der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) im Gespräch mit der „Kronen“-Zeitung.

Deshalb soll beim Militär in der Alpenrepublik künftig auf das sogenannte Binnen-I verzichtet werden. Der Großbuchstabe I, der zwischen Kleinbuchstaben innerhalb eines Wortes geschrieben wird, soll ab jetzt nicht mehr gebraucht werden. Mit dem I ist sowohl die weibliche als auch die männliche Form gemeint.

Feministische Sprachvorgaben zerstören die gewachsene Struktur unserer Muttersprache bis hin zur Unlesbarkeit und Unverständlichkeit“, so Kunasek.

Sprachliche Gleichberechtigung der Geschlechter werde vom österreichischen Militär aber nicht prinzipiell abgelehnt. Wo sich eine Alltagstauglichkeit ergibt, werden Formulierungen wie z.B. „die Studierenden“ verwendet, so der Minister.

Österreichs Bundeswehr wird von Männern dominiert. Im Jahr 2017 gab es offiziellen Zahlen zufolge nur 582 Soldatinnen. Das macht einen Anteil von 3,6 Prozent aus.

„Übertriebene Sprachpolizei“

Auch in Deutschland wird die sogenannte Gendersprache kritisiert. CDU-Politiker Christian Hirte, Ostbeauftragter der deutschen Bundesregierung, spricht von „übertriebener Sprachpolizei“ im Westen, berichtet die „Chemnitzer Freie Presse“.

Mit welcher Leidenschaft in akademischen Sphären über das Binnen-I oder Wörter in Kinderbüchern diskutiert werde, verstehe im Osten kaum jemand. „Diese Form der politischen Korrektheit gab es dort nicht und sie gibt es auch heute kaum,“ so Hirte. (so)


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