Proteste in Frankreich. 8. Dezember 2018.Foto: Jeff J Mitchell/Getty Images

Frankreichs Wirtschaftsminister: Proteste sind „Katastrophe für Wirtschaft“

Epoch Times9. Dezember 2018 Aktualisiert: 9. Dezember 2018 14:46
Nach erneuten Ausschreitungen bei "Gelbwesten"-Protesten haben Vertreter der französischen Regierung Alarm geschlagen.

Nach erneuten Ausschreitungen bei Protesten der „Gelbwesten“ haben Vertreter der französischen Regierung Alarm geschlagen.

Die „Gewalt“ vor allem in Paris sei eine „Katastrophe für den Handel, sie ist eine Katastrophe für unsere Wirtschaft“, sagte Wirtschaftsminister Bruno Le Maire am Sonntag bei einem Besuch von Ladenbesitzern in der französischen Hauptstadt. Gleichzeitig sprach er von einer „sozialen Krise“ sowie von einer Krise der Demokratie und der Nation.

Auch Außenminister Jean-Yves Le Drian zeigte sich besorgt. „Ich weiß, wie zerbrechlich die Demokratie ist“, sagte er den Sendern RTL und LCI. Es sei gefährlich, wenn „unsere Institutionen, unser Zusammenleben in Frage gestellt“ würden. Dass einige Demonstranten zu einem „Aufstand“ aufrufen, beunruhige ihn.

Am Samstag hatte es bei landesweiten Protesten der „Gelbwesten“ erneut Ausschreitungen gegeben. Besonders brisant war die Lage in Paris. Dort zündeten Demonstranten Barrikaden und Autos an, schlugen Fensterscheiben ein und lieferten sich Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Touristen-Attraktionen wie Eiffelturm und Louvre, sowie zahlreiche Geschäfte blieben aus Furcht vor Chaos und Plünderungen geschlossen, es waren deutlich weniger Menschen in der Innenstadt unterwegs als normalerweise an Adventssamstagen. Zahlreiche Metrostationen blieben geschlossen, auch Busse und Vorortbahnen fuhren teilweise nicht. Frankreichs Einzelhändler beklagen schon jetzt Umsatzeinbußen in Milliardenhöhe.

Die Protestbewegung fordert den Rücktritt von Präsident Emmanuel Macron sowie allgemeine Steuersenkungen, höhere Renten und Löhne. Die bisherigen Zusagen der Regierung reichen den Aktivisten nicht aus. Macron will sich Anfang der Woche zu den Protesten äußern und neue Vorschläge unterbreiten. (afp/so)



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