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Französischer IS-Kämpfer zu 30 Jahren Haft verurteilt

Der französische Islamist Tyler Vilus wurde zu 30 Jahren Haft verurteilt. Vilus wurde am Freitag in Paris wegen Verbrechen im Bürgerkriegsland Syrien in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen, darunter zwei besonders schwere Fälle von Mord.

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Ein Mann, der verdächtigt wird, der Gruppe Islamic State (IS) anzugehören, blickt am 26. Oktober 2019 aus der Öffnung einer Gefängniszelle in der nordost-syrischen Stadt Hasakeh heraus.

Foto: FADEL SENNA/AFP über Getty Images

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Lesedauer: 2 Min.

Wegen Verbrechen im Bürgerkriegsland Syrien ist der französische Islamist Tyler Vilus zur 30 Jahren Haft verurteilt worden. Davon müsse Vilus mindestens 22 Jahre absitzen, bevor er eine vorzeitige Haftentlassung beantragen könne, entschied ein Pariser Gericht am Freitag. Vilus wurde in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen, darunter in zwei besonders schweren Fällen von Mord.
Vilus stand wegen Verbrechen in Syrien in den Jahren 2013 bis 2015 vor Gericht. Unter anderem ging es um seine Beteiligung an der Ermordung von zwei Gefangenen und der Führung von Kämpfern der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Die Erschießung der beiden Gefangenen war gefilmt worden. In der vom IS veröffentlichten Aufnahme ist Vilus nach Auffassung des Gerichts zu sehen, wie er vermummt und bewaffnet dabei steht.
Generalstaatsanwalt Guillaume Michelin hatte Vilus in dem Prozess als Schlüsselfigur der französischsprachigen Dschihadistenszene beschrieben. „Er kennt sie fast alle“, sagte Michelin über die Kontakte des 30-Jährigen zu anderen Islamisten. Vilus stand auch in Kontakt mit Abdelhamid Abaaoud, den die französischen Geheimdienste als Drahtzieher der Pariser Terroranschläge im November 2015 betrachten.
Nach seiner Ankunft in der nordsyrischen Region Aleppo wurde Vilus IS-„Polizist“ und zum „Emir“ einer Gruppe französischer Dschihadisten ernannt. Laut Michelin beteiligte Vilus sich an „Säuberungsaktionen“ und habe sich seiner „mörderischen Effizienz“ gerühmt.
Von der Verhängung einer lebenslangen Haftstrafe, wie sie die Staatsanwaltschaft gefordert hatte, sah das Gericht ab. Richter Laurent Raviot begründete dies mit Vilus‘ Geständnis im Prozess, dass er „mit den Waffen in der Hand sterben“ wollte. Es bestehe ein „Hoffnungsschimmer“, dass Vilus sich ändern werde, sagte der Richter. (afp)

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