Brandstifter festgenommen: Polizei verhaftete fünf verdächtige Afghanen, deren Asylanträge abgelehnt worden waren

Epoch Times15. September 2020 Aktualisiert: 16. September 2020 7:40
Die Polizei auf der griechischen Mittelmeerinsel Lesbos hat nach dem Großbrand im Flüchtlingslager Moria fünf Migranten wegen des Verdachts der Brandstiftung festgenommen.

Eine Woche nach den Bränden im Flüchtlingslager Moria hat die Polizei auf der griechischen Insel Lesbos fünf Migranten wegen des Verdachts der Brandstiftung festgenommen. Fünf junge Migranten seien festgenommen worden, nach einem sechsten werde derzeit noch gefahndet, sagte Zivilschutzminister Michalis Chrysohoidis am Dienstag der griechischen Nachrichtenagentur ANA.

Wie die Polizei meldete, handle es sich bei den fünf mutmaßlichen Brandstifter um Afghanen, deren Asylanträge abgelehnt worden waren. Die griechischen Behörden gehen davon aus, dass die Feuer absichtlich gelegt wurden, um eine Verlegung aus dem völlig überfüllten Lager zu erzwingen. Das Lager brannte größtenteils ab, durch einen weiteren Brand am Mittwoch wurde auch der Rest komplett zerstört. Rund 11.500 Menschen wurden obdachlos, darunter 4000 Kinder.

Während die Inselbehörden derzeit ein neues Lager nahe dem Küstenort Panagiouda aufbauen, streiten die EU-Staaten erneut über die Verteilung von Asylbewerbern.

Einwohner der Inseln wehren sich

In dem neuen Lager sind inzwischen knapp 1.000 Bewohner des abgebrannten Flüchtlingslagers untergebracht worden. Wie am späten Montagabend aus dem griechischen Migrationsministerium verlautete, waren dort 21 Tests auf COVID-19 positiv. Reuters meldet 25 Positivergebnisse. Viele Migranten wollen allerdings nicht auf Lesbos bleiben und weigern sich, in die neuen Zelte zu ziehen. Journalisten haben dort keinen Zugang. Die Versorgung ist nach Angaben der ersten Bewohner nicht gut. Demnach fehlt es unter anderem an Duschen und Matratzen.

Die Migranten fürchten die Ablehnung durch Einheimische, von denen sich viele inzwischen gegen einen Verbleib der Asylbewerber auf Lesbos wehren. Seit dem vergangenen Jahr kommt es immer wieder zu Zusammenstößen zwischen Asylbewerbern und Bewohnern.

Der Präfekt der Nordägäis, Kostas Mountzouris, einer der schärfsten Kritiker der Regierungspläne zum Neubau eines Lagers auf Lesbos, rief für Dienstagnachmittag zu Protesten auf. Die Gegner fordern die Unterbringung der Migranten auf Schiffen.

Die größte Gruppe der Asylbewerber auf der Insel sind Menschen aus Afghanistan (77 Prozent). Es folgen Syrer (acht Prozent) und Migranten aus der Demokratischen Republik Kongo (sieben Prozent). (afp)

 

 


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