G7: Wer ist schuld am Rauswurf Russlands? – Moskau strebt neue Weltordnung mit BRICS und SOZ an

Epoch Times11. Juni 2015 Aktualisiert: 11. Juni 2015 16:26

Angesichts des Rauswurfs aus der G8, nun G7-Gruppe, sieht sich Russland dazu gezwungen in der internationalen Politik entschlossen zu handeln, meint der Abgeordnete des russischen Parlamentsunterhaus, Alexej Puschkow.

"Berauscht von ihrer eigenen Bedeutung, haben die G7-Länder Moskau unbewusst dazu motiviert, seine Bemühungen um den Aufbau einer neuen Weltordnung – über BRICS und SOZ – zu verstärken", schrieb der Staatsduma-Politiker in seinem Mikroblog bei Twitter, berichtet das russische Nachrichtenportal Sputnik.

Wegen des anhaltenden Ukraine-Konflikts beschlossen die Staatsoberhäupter der G7-Länder Russland nicht zu dem Gipfel-Treffen in der vergangenen Woche einzuladen. 

Durch diese Entscheidung erntete die G7-Gruppe, auch aus Politikkreisen, viel Kritik. Es hieß, dass man ohne Russland keine Lösung für die Probleme in der Ukraine finden könne, man mit dem russischen Präsidenten verhandeln und ihn zu der Konferenz einladen müsse.

Der Gipfel wurde dennoch unter Ausschluss von Putin abgehalten. Darüber hinaus entschieden die G7-Länder, weitere Sanktionen über Russland zu verhängen. 

Russland wurde 1998 in die G7-Gruppe, zu der Deutschland, die USA, Kanada, Japan, Frankreich, Großbritannien und Italien gehören, aufgenommen. Wegen der Annektion der Kim im vergangenen Jahr wurde der G8-Gipfel der im russischen Sotschi geplant war, abgesagt.Die Staatsoberhäupter trafen sich daraufhin unter Ausschluss von Putin in Brüssel. 

Großer Währungskriegin Planung?

Dass das vom Westen geschasste Russland nach Alternativen sucht, um seinen Einfluss in der Welt zu behaupten und zu stärken, zeigen verschiedene Aktionen, die auf einen direkten Währungskrieg mit dem Dollar hinauslaufen. So plant Putin gemeinsam mit Kasachstan und Weißrussland eine gemeinsame Gold-basierte Währung. Am 10. März wies Putin die russische Zentralbank und die Regierung an, die Machbarkeit einer möglichen Währungsunion der EEU (Eurasische Wirtschaftsunion) zu überprüfen. Die EEU besteht aktuell aus Russland, Kasachstan und Weissrussland und wurde am 29. Mai 2014 gegründet. Durch RIA Novosti sickerte durch, dass die neue Währung der EEU, der Altyn (oder Evraz) schon im Jahr 2016 an den Start gehen könnte. Die Schaffung des Altyn war schon 2014 angekündigt worden. Putin sagte, man habe die neue Währung eigentlich für 2025 geplant, aber wegen der US/EU-Sanktionen könnte sie schon in den nächsten 3 bis 5 Jahren verwirklicht werden.

(„Altyn“ heißt „Gold“ und war auch der Name einer antiken Münze, welche von die Russen für Geschäfte mit asiatischen und arabischen Nachbarn nutzten. Der Altyn soll durch Russlands Goldreserven gedeckt werden.)

(so / rf) 

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