Andreas LubitzFoto: Getty Images

Germanwings-Unglück: Verabreichte Lubitz dem Piloten vor dem Unglück ein Medikament?

Epoch Times13. April 2015 Aktualisiert: 13. April 2015 9:31

Der Co-Pilot des abgestürzten Germanwings-Flugzeugs könnte dem Piloten ein Diuretikum – ein Arzneimittel mit harntreibender Wirkung – in sein Getränk gemischt haben, um ihn auf die Toilette und somit aus dem Cockpit zu zwingen, heißt es in einem Bericht.

Als der Pilot das Cockpit verlassen hatte, verriegelte Andreas Lubitz die Tür von innen und brachte die Maschine in den französischen Alpen zum Absturz. Die Ermittler bestätigten bereits, dass Lubitz den Piloten, Patrick Sondheimer, aus dem Cockpit sperrte, bevor das Flugzeuge in den Bergen zerschellte.

Der britische "Daily Telegraph" berichtet, dass Lubitz eine Art von Medikament in Sondheimers Getränk gemischt haben könnte, wodurch der Pilot die Toilette aufsuchen musste. 

Andere Berichte deuten darauf hin, dass sich Lubitz einige Tage vor dem Unglück über Diuretika im Internet informiert hatte. 

Der "Telegraph" fügte jedoch hinzu: "Diese Angaben beruhen weitgehend auf Spekulationen. Es gibt keine Beweise dafür, dass Lubitz ein solches Medikament kaufte und mit in das Flugzeug nahm."

Aufzeichnungen der Black-Box zeigen, dass der Pilot vor dem Absturz der Maschine an die Cockpit-Türe klopfte und versuchte in die Kabine zu gelangen. "Öffnen Sie die verdammte Tür," soll Sondheimer gerufen haben. Lubitz sagte nichts.

Unterdessen ermittelt die Polizei gegen eine Frau, die sich anscheinend als Angehörige eines Opfers der Germanwings-Tragödie ausgab und auf Kosten der Lufthansa nach Südfrankreich flog.

Die Fluggesellschaft prüft derzeit rechtliche Schritte gegen die vermeintliche Angehörige, wie ein Sprecher auf Nachfrage von "web.de" am Donnerstag erklärte. Laut "Halterner Zeitung" hatte die Frau fälschlicherweise behauptet, die Cousine einer Lehrerin des Haltener Gymnasiums zu sein, die bei dem Unglück ihr Leben verlor.

Die Germanwings-Maschine stürzte am 24.März ab, wobei alle 150 Menschen an Bord ums Leben kamen. (so) 


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