Die Polizei während einer Demonstration in Ecuador.Foto: CRISTINA VEGA RHOR/AFP via Getty Images

Gewaltausbrüche in Ecuador bei Protesten gegen hohe Spritpreise

Epoch Times27. Oktober 2021 Aktualisiert: 27. Oktober 2021 7:13

Bei Protesten in Ecuador gegen die stark gestiegenen Spritpreise ist es zu schweren Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen. Protestierende schleuderten am Dienstag nahe des Präsidialamts in der Hauptstadt Quito Steine, die Polizei setzte Tränengas ein. Mit Tränengas gingen die Sicherheitskräfte auch gegen Demonstranten vor, die Straßen am Stadtrand von Quito blockierten. Protestierende errichteten Straßenbarrikaden aus Steinen und brennenden Reifen auch in anderen Landesteilen.

Mindestens 37 Menschen wurden nach Angaben der Behörden festgenommen und fünf Polizisten verletzt. Reporter der Nachrichtenagentur AFP beobachteten, wie ein Demonstrant verletzt wurde. Er wurde von einer Tränengasgranate an der Stirn getroffen. In Quito nahmen nach Angaben von Polizeichef César Zapata etwa 1500 Menschen an den Protesten teil.

Zu den Protesten mit tausenden Teilnehmern hatten Organisationen der indigenen Bevölkerungsgruppen des südamerikanischen Landes aufgerufen. Der Zorn der Demonstranten richtete sich gegen den konservativen Präsidenten Guillermo Lasso, der seit fünf Monaten im Amt ist. Ecuador befindet sich in einer schweren Wirtschaftskrise, welche durch die Corona-Pandemie verschlimmert wurde. Eine der für viele Einwohner spürbarsten Folgen ist der drastische Anstieg der Treibstoffpreise.

Lasso hatte erst vor wenigen Tagen eine erneute Anhebung der Spritpreise verfügt. So stieg etwa der Preis für eine Gallone (3,8 Liter) Diesel damit auf 1,90 US-Dollar (1,64 Euro), vor etwas mehr als einem Jahr hatte er noch bei rund 1,00 US-Dollar gelegen. Ecuador ist ein Ölexporteur, aber zur Versorgung der eigenen Bevölkerung auf Treibstoffimporte angewiesen. (afp/oz)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion