Wikileaks-Gründer Julian Assange: AFP/Getty Images

„Google, die privatisierte Version der NSA“: Sammeln, Speichern und Indizieren von Benutzerdaten (+Video)

Epoch Times24. September 2014 Aktualisiert: 24. September 2014 7:10

Julian Assange, der Wikileaks-Gründer, sagte, dass Google die Daten der Nutzern sammelt, speichert und indiziert. Google ist "die privatisierte Version der NSA", erklärt Assange im Interview mit BBC. 

"Googles Geschäftsmodell ist die Spionage. Mehr als 80 Prozent ihres Einkommens verdient das Unternehmen damit, Informationen über Personen zu sammeln, zu speichern und zu indizieren. Sie erstellen Profile von Menschen um deren Interessen und Verhalten vorhersagen zu können. Danach verkaufen sie diese Profile an PR-Firmen und andere Unternehmen", so Assange.

Die Praktiken von Google sind allerdings nicht illegal. 

Assange sagte, dass die Arbeitspraktiken von Google fast identisch mit der der NSA seien. Er fügte hinzu, dass das Unternehmen schon seit 2002 Vertraglich mit der NSA zusammen arbeiten würde. 

"Seit 2009 sind beide Firmen formal als Teil der Verteidigungsindustrie aufgelistet. Sie haben gemeinsam an dem Prism-System gearbeitet. Durch dieses Programm sind fast alle Informationen die von Google gesammelt werden auch für die NSA verfügbar geworden." 

Google ist auch tief in die Angelegenheiten der amerikanischen Außenpolitik verwickelt, so Assange.

Der Wikileaks-Gründer sagte zu BBC, dass Google mit ihren Verzweigungen weltweit und durch den Zugang zu einzelnen Personen über das Internet die einflussreichste kommerzielle Organisation geworden ist.  

Er sagte weiters, dass das Unternehmen den Menschen weismachte, dass es eine humane Organisation und nicht ein großer, gieriger US-Konzern wäre. 

Assange ist ein australischer politischer Aktivist, investigativer Journalist, ehemaliger Computer-Hacker, Programmierer und Sprecher der Enthüllungsplattform WikiLeaks. WikiLeaks hat mehrfach interne Dokumente von US-Armee und Behörden veröffentlicht, unter anderem zu den Kriegen in Afghanistan und im Irak. Assange droht deswegen ein Strafprozess in den USA. 

Der 43-Jährige lebt seit 2012 in der ecuadorianischen Botschaft in London. Die Botschaft wird von britischen Polizei rund um die Uhr bewacht. Sollte Assange das Gebäude verlassen, würde er sofort verhaftet werden. 

Assange veröffentlichte unlängst ein Buch mit dem Titel: "When Google Met WikiLeaks" (Wenn Google auf WikiLeaks trifft). In dem Buch beschreibt er seine Vision über die Zukunft des Internet. Er schreibt auch über ein Treffen zwischen ihm und dem Google-Vorsitzenden Eric Schmidt im Jahr 2011. (so) 


 

Quellenhinweis: 

http://hackread.com


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