Mitglieder der Armee von Guatemala bewachen am 19. Januar 2021 eine Brücke in Zacapa, Guatemala.Foto: JOHAN ORDONEZ / AFP über Getty Images

Guatemala bringt tausende Migranten zurück nach Honduras

Epoch Times20. Januar 2021 Aktualisiert: 20. Januar 2021 8:24

Nach der gewaltsamen Auflösung eines Migranten-Trecks hat Guatemala am Dienstag tausende illegale Migranten nach Honduras zurückgebracht. Sie wurden mit Bussen und Lastwagen zum Grenzübergang El Florido gefahren, an dem sie am vergangenen Freitag nach Guatemala eingereist waren.

Nach Angaben der Behörden wurden 3.500 Menschen nach Honduras zurückgeschickt, unter ihnen mehrere hundert Kinder.

Polizei stoppte illegale Migranten

Polizisten und Soldaten hatten am Montag nahe der Stadt Vado Hondo im Südosten des zentralamerikanischen Landes rund 4.000 mehrheitlich aus Honduras stammende Menschen auseinandergetrieben, die zu Fuß in die USA gelangen wollten.

Auch Mexiko, das angesichts des Migranten-Trecks die Grenzen abgeriegelt hatte, stellte Busse zur Verfügung, um die illegalen Migranten wieder nach Honduras zu bringen.

Die Migranten fliehen nach eigenen Angaben vor Armut und Arbeitslosigkeit sowie der grassierenden Bandengewalt in Honduras. Zwei verheerende Hurrikans haben die Lage in dem Land weiter verschärft.

Die Menschen hoffen auf eine weniger restriktive Einwanderungspolitik der künftigen US-Regierung. Der scheidende US-Präsident Donald Trump war in den vergangenen Jahren hart gegen Migranten und Flüchtlinge vorgegangen.

Migrationswellen initiiert durch sozialistische Kräfte

Es ist nicht auszuschließen, dass wie bei der großen Migrationswelle aus Honduras 2018 erneut linksradikale Kräfte stecken die das Entstehen des Migranten-Trecks initiierten.

Damals erklärte US-Vizepräsident Mike Pence, dass der honduranische Präsident Juan Orlando Hernandez ihm erzählt habe, dass der Zug „von linken Gruppen in Honduras, finanziert von Venezuela, organisiert und nach Norden geschickt wurde, um unsere Souveränität und unsere Grenze herauszufordern“.

Dahinter sahen damals Sicherheitsexperten eine asymmetrische Kriegsführungs-Strategie Venezuelas, mit der sie die USA angreifen wollen, da für eine direkte Konfrontation es dem Land an militärischem Potential fehlt. (afp/er)


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