"Barcelona Harley Days 2013".Foto: iStock

Boshaft schlaue Eurokraten: Harley Davidson plant wegen Strafzöllen Produktion teilweise ins Ausland zu verlagern

Von 25. Juni 2018 Aktualisiert: 25. Juni 2018 21:05
Zölle auf Stahl und Aluminium sind das eine, Zölle auf beliebte Endverbraucher-Artikel sind das andere. Wie wird Amerikas Präsident Trump auf den persönlichen Angriff reagieren?

Die EU hatte am vergangenen Freitag als Antwort auf die von US-Präsident Donald Trump verhängten Strafzölle auf Aluminium und Stahl Gegenzölle verhängt. Die Taktik ist auf hierzulande beim Endverbraucher beliebte US-Produkte gerichtet, wie Jeans, Whiskey, Erdnussbutter und eben die Kult-Motorräder von Harley-Davidson.

Als Konsequenz aus den EU-Strafzöllen will nun der legendäre US-Motorradhersteller, anstatt die Preise zu erhöhen, einen Teil seiner Produktion in andere Länder verlagern. Dies sei „die einzige tragfähige Option“, um weiter ein überlebensfähiges Geschäft in Europa zu betreiben, erklärte die Firma am Montag.

An welche Standorte die Produktion verlagert werden soll, teilte Harley-Davidson zunächst noch nicht mit. Die Auslagerung soll neun bis 18 Monate dauern.

Harley Davidson fängt Kosten vorerst auf

Durch die neuen Aufschläge steigt der Zollsatz auf die Einfuhr von Harley-Davidson-Motorrädern in die EU auf 31 Prozent. Die Motorräder würden damit nach Angaben des Unternehmens um etwa 2200 Dollar (1880 Euro) teurer, sollten sie aus den USA geliefert werden. Europa ist für die Firma der zweitgrößte Markt nach den Vereinigten Staaten.

Um bis zur partiellen Verlagerung der Produktion deutliche Preisanstiege für die Kunden in der EU zu vermeiden, will Harley-Davidson die Zollaufschläge selber kompensieren und nicht auf die Verbraucher abwälzen. Dadurch entstehen dem Unternehmen nach eigenen Angaben zusätzliche Kosten in Höhe von 30 bis 45 Millionen Dollar für den Rest des laufenden Jahres und 90 bis 100 Millionen Dollar auf das ganze Jahr gerechnet.

Der Kampf der Eurokraten gegen Trump

Doch möglicherweise steckt hinter dem angeblichen Handelskampf ein politischer Überlebenskampf linker sogenannter Eliten in Europa. Der amerikanische Präsident dürfte vielen Eurokraten ein Dorn im Auge sein. Für die traditionsorientierten Kräfte in Europa allerdings stellt Trump eine große Hoffnung und Unterstützung dar.

Während Trump für sein Land kämpft, kämpfen jene in Europa direkt und aus ideologischen Motiven gegen Trump und für ihr eigenes politisches Überleben. Nehmen sie dabei Europas Wirtschaft als Geisel?

Zumindest schüren sie gekonnt Zwietracht und scheuen sich nicht vor dem Versuch, beim europäischen Endverbraucher und beim amerikanischen Arbeiter Stimmung gegen Trump zu machen und gezielt die Industrie in jenen Regionen anzugreifen, die den US-Präsidenten im Wahlkampf politisch unterstützten.

Viele der betroffenen Produkte stammen aus Regionen, in denen Trump eine starke Anhängerschaft hat. Harley-Davidson hat seinen Sitz im Mittelweststaat Wisconsin, wo Trump bei der Wahl 2016 überraschend gegen Hillary Clinton gewonnen hatte. Wisconsin ist auch der Heimatstaat des Anführers der Republikaner im Repräsentantenhaus, Paul Ryan.



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