Hausdurchsuchung in Kanada wegen Rizin-Briefs an Trump

Epoch Times22. September 2020 Aktualisiert: 22. September 2020 7:25
Nach der Festnahme wegen eines an US-Präsident Donald Trump verschickten Briefs mit hochgiftigem Rizin hat die kanadische Polizei eine Wohnung bei Montréal durchsucht. Als Absenderin verdächtigt wird eine an der US-Grenze festgenommene Kanadierin.

Nach der Festnahme wegen eines an US-Präsident Donald Trump verschickten Briefs mit hochgiftigem Rizin hat die kanadische Polizei eine Wohnung durchsucht. Die Durchsuchung fand am Montag (21. September) in der Stadt Longueuil südlich der Millionenmetropole Montréal statt, wie ein Sprecher der nationalen Polizeibehörde RCMP mitteilte. Sie sei auf Bitte der US-Bundespolizei FBI erfolgt.

Die an der Durchsuchung beteiligten Beamten sind den Angaben zufolge auf den Umgang mit biologischen, chemischen, nuklearen sowie explosiven Substanzen spezialisiert. Ob in der durchsuchten Wohnung jene Frau lebte, die am Vortag wegen des Rizins festgenommen worden war, sagte der Polizeisprecher nicht.

Rizin auch an fünf andere Adressen geschickt

Die Frau war festgenommen worden, als sie von Kanada in die USA einreisen wollte. Sie hatte eine Schusswaffe bei sich. Am Dienstag soll sie einem US-Bundesgericht vorgeführt werden. Nach Informationen kanadischer Medien handelt es sich um eine 53-jährige Kanadierin von französischer Herkunft.

Nach Angaben der RCMP hatte die Frau Briefe mit Rizin nicht nur an Trump, sondern auch an fünf Adressen im US-Bundesstaat Texas verschickt. Der Polizeichef des Verwaltungsbezirks Hidalgo in Texas, Eddie Guerra, teilte über den Internetdienst Twitter mit, dass er sowie drei andere Mitarbeiter seiner Behörde Rizin-Briefe erhalten hätten. Niemand sei verletzt worden.

Der Rizin-Brief an Trump war laut US-Medien vor einigen Tagen abgefangen worden und nicht bis ins Weiße Haus gelangt. Post für das Weiße Haus wird zuerst in Lagern außerhalb von Washington D. C.  sortiert und untersucht.

Rizin ist ein giftiges Eiweiß, das aus dem Samen des Wunderbaumes gewonnen wird. Bei Menschen kann die Substanz bei Einatmen, Schlucken oder Injektion zu schweren Organschäden führen, je nach Dosis auch zum Tod. Ein Gegengift ist nicht bekannt. (afp)

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