Heute wird in Frankreich gewählt. Nach einer Reform ist das Kernland in 13 statt 22 Regionen aufgeteilt, hinzu kommen fünf Überseeregionen. Die neuen Regionen haben deutlich weniger politische Bedeutung als Bundesländer in Deutschland und im Prinzip vor allem Verwaltungsaufgaben.Foto: CHARLY TRIBALLEAU/AFP/Getty Images

Heute sind Regionalwahlen in Frankreich – was ist zu erwarten?

Epoch Times6. Dezember 2015 Aktualisiert: 6. Dezember 2015 12:23
46 Millionen Franzosen wählen heute ihre neuen regionalen Parlamente. Im ersten Wahlgang kann die Front National laut Umfragen mit rund 29,5 Prozent der Stimmen rechnen, das bürgerliche Bündnis von Republikanern, UDI und Modem liegt etwa einen Punkt dahinter. Die Sozialisten landen mit der linken PRG bei 23 Prozent.

Im ersten Wahlgang kann die Front National laut Umfragen mit rund 29,5 Prozent der Stimmen rechnen, das bürgerliche Bündnis von Republikanern, UDI und Modem liegt etwa einen Punkt dahinter. Die Sozialisten landen mit der linken PRG bei 23 Prozent.

Für den zweiten Wahlgang eine Woche später, bei dem alle Parteien mit mehr als 10 Prozent in der ersten Runde antreten dürfen, können die Sozialisten noch auf Unterstützung von Grünen und Linkspartei rechnen, die zusammen bei 11 Prozent liegen.

Von den durch Rekordarbeitslosigkeit, schlechte Wirtschaftszahlen, hohe Staatsschulden und zu langsame Reformen genervten Franzosen kommen aber auch andere Signale.

Mit Hollandes Handeln zwischen Trauer um die 130 Opfer der islamistischen Anschläge am 13. November und hartem Kampf gegen den Terror waren zuletzt 50 Prozent der Befragten zufrieden – ein Plus von 22 Punkten im Vergleich zum Vormonat. 2017 stehen die nächsten Präsidentenwahlen an.

Bis zu vier Regionen könnten nach den Umfragen an die Front National fallen. Parteichefin Le Pen liegt in Nord-Pas-de-Calais-Picardie vorn, ihre Nichte Marion Maréchal-Le Pen führt in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur im Südosten des Landes. 

Viele Franzosen wählen in neu gebildeten Regionen. Nach einer Reform ist das Kernland nun in 13 statt 22 Regionen aufgeteilt. Hinzu kommen fünf Überseeregionen.

Hollande wollte mit der Reform Regionen von „europäischer Größe“ schaffen – stärker und wettbewerbsfähiger. Nun entsprechen französische Regionen in etwa deutschen Flächenländern, haben aber im zentralistischen Frankreich deutlich weniger politische Bedeutung und vor allem Verwaltungsaufgaben. (dpa)

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