Übergangszeit von sechs Monaten
Indonesiens Hauptstadt untersagt Verzehr und Verkauf von Hunde- und Katzenfleisch
In der indonesischen Hauptstadt Jakarta wird der Verkauf und Verzehr von Hunde- und Katzenfleisch verboten - Bekämpfung der Tollwut.

Hundefleischhandel (Symbolbild).
Foto: Chris Humphrey/dpa
In der indonesischen Hauptstadt Jakarta wird der Verkauf und Verzehr von Hunde- und Katzenfleisch verboten. Jakartas Gouverneur Pramono Anung begründete die Maßnahme am Dienstag in Online-Netzwerken mit der Bekämpfung der Tollwut, an der jährlich dutzende Indonesier sterben.
Pramono hatte bereits vor einem Monat angekündigt, den Handel mit Hunde-, Katzen- und Fledermausfleisch untersagen zu wollen.
Der Gouverneur hatte das Regelwerk nach eigenen Angaben am Montag unterzeichnet. Untersagt werden in dem Gesetzestext sämtliche Tätigkeiten, die auf den „Verzehr von Tollwut-Trägertieren“ abzielen. Das Verbot umfasst demnach lebende Tiere, deren Fleisch und „andere Erzeugnisse, ob roh oder verarbeitet“. Vorgesehen ist eine sechsmonatige Übergangsfrist, danach kann bei Verstößen die Geschäftslizenz entzogen werden.
Indonesien ist eines der wenigen verbliebenen Länder der Welt, in dem der Verkauf von Hunde- und Katzenfleisch erlaubt ist. In den vergangenen Jahren hatten Tierschützer allerdings zunehmend auf ein Verbot gedrängt. Vor Jakarta hatten bereits mehrere andere Städte des Landes den Handel mit dem Fleisch untersagt, darunter Semarang auf der Insel Java.
Hunde gelten im mehrheitlich muslimischen Indonesien weitgehend als unrein und werden selten als Haustiere gehalten. Allerdings gilt ihr Fleisch in manchen Bevölkerungsgruppen als Delikatesse.(afp/red)
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