Angehörige der Passagiere des Unglückfluges MH370Foto: Lintao Zhang/Getty Images

Inmarsat gibt zu: „Der Standort des Malaysia Airlines Flug MH370 ist ungewiss“

Epoch Times20. Oktober 2014 Aktualisiert: 20. Oktober 2014 8:03

Das Satelliten-Unternehmen, das maßgeblich an der Bereitstellung von Informationen über den vermissten Flug MH370 beteiligt ist, sagte nun, dass der Standort der vermissten Boing 777 ungewiss wäre. Das Flugzeug der Malaysia Airlines ist am 8.März mit knapp 300 Menschen an Bord spurlos verschwunden. Seitdem gibt es keinerlei Hinweise auf den Verbleib der Passagiermaschine. 

Das Unternehmen, Inmarsat, veröffentlichte einen Bericht in der Zeitschrift Journal of Navigation, in dem es zugibt, dass es unsicher wäre wo sich die Boeing 777 befinde. Inmarsat versicherte jedoch, dass die Maschine nach Kontaktabbruch noch für mindestens sieben Stunden in der Luft gewesen wäre. In diesen sieben Stunden fand eine Übertragung von Nachrichten zwischen dem Satelliten-Terminal und MH370 statt, so Inmarsat. 

Weiters heißt es, dass Flug 370 an der Nordspitze der indonesischen Insel Sumatra seinen Kurs in Richtung Süden geändert habe. Das Flugzeug war laut Inmarsat solange unterwegs bis ihm der Treibstoff über dem südlichen Indischen Ozean ausging und die Maschine ins Meer stürzte. 

Angehörige bleiben skeptisch 

Die Frau eines Passagiers, an Bord der Unglücksmaschine, sagte, sie würde fest daran glauben, dass ihr Mann noch lebe.  

"Ich denke wenn die malaysische Flugsicherung und die Einsatzzentrale der Malaysia Airlines ihre Pflichten am Anfang des Verschwindens der Maschine korrekt ausgeführt hätten, wären wir jetzt nicht in dieser Situation. Es ist auch außergewöhnlich, dass die Radarsysteme in den Mandarin Ländern das Flugzeug überhaupt nicht erfasst hatten," sagte Jennifer Chong von Melbourne, Australien. 

Chong sagte auch, sie sei in regelmäßigem Kontakt mit den Familien der Passagiere von Flug MH370. 

"Wir haben von der emotionalen Unterstützung untereinander profitiert. Niemand kann verstehen wie es ist", sagte sie. "Ich glaube, egal was geschieht, die Wahrheit wird aufgedeckt werden. Ich weiß nur nicht, wie lange es dauern wird", berichtet News Ltd. 

Keine Spur, "nicht einmal ein Sitzkissen"

Unterdessen bezweifelt der Chef der Fluggesellschaft Emirates, Tim Clark, dass die Maschine in den indischen Ozean abstürzte. 

Der Brite baute die Emirates zu einer der weltgrößten Fluggesellschaften aus. Clark gilt in der Luftfahrtbranche als profunder Kenner und Kritiker. Über das Verschwinden von MH370 hat der 64-jährige eine eigene Meinung. Die Emirates betreibt 127 Flugzeuge der Marke Boeing 777. Die Unglücksmaschine der Malaysia Airlines war auch eine Boeing 777.

In einem unlängst veröffentlichten Interview zwischen dem Nachrichtenportal Spiegel und Tim Clark sagte er:

"Jeder muss sich selbst überlegen, wer da was getan hat. Wir müssen wissen, wer wirklich in diesem Flugzeug war, und wir müssen wissen, was es geladen hatte. Bei allen, die an der Untersuchung beteiligt waren, müssen wir Druck machen. Ich bin übrigens nicht der Ansicht, dass die Tracking-Systeme moderner Langstreckenjets verbessert werden müssen. Die Boeing 777 ist bereits jetzt eines der fortschrittlichsten Flugzeuge der Welt, mit modernsten Kommunikationssystemen. MH370 hätte niemals in eine Situation geraten dürfen, in der das Flugzeug nicht mehr vom Boden aus zu orten war." 

Auf die Frage des Spiegel-Reporters, warum jemand absichtlich die Boeing fünf Stunden lang in Richtung Antarktis fliegen hätte sollen, meinte Clark: "Wenn das überhaupt der Fall war! Ich meine, dass jedes Detail und alle sogenannten Fakten dieses Falls in Frage gestellt und transparent untersucht werden müssen. Das ist bisher nicht einmal annähernd geschehen. Es gibt viele Informationen, mit denen wir viel direkter und ehrlicher umgehen müssen. Jede Sekunde dieses Flugs muss analysiert werden. Bis zu seinem angenommenen Ende im Indischen Ozean. Für das man im Übrigen ja bislang keine Spur finden konnte, nicht einmal ein Sitzkissen." 

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