Iranische Frauen vor einem riesigen Plakat von Ajatollah Khomeini und Ajatollah Chamenei in Teheran.Foto:  Abedin Taherkenareh/dpa

Irans „geistliches Oberhaupt“ mit Wut-Botschaft an Trump – lehnt jeden Austausch ab

Epoch Times13. Juni 2019 Aktualisiert: 13. Juni 2019 16:22
Im Konflikt mit den USA hat Irans Ayatollah Ali Chamenei jeden Austausch mit US-Präsident Donald Trump abgelehnt. "Ich betrachte Trump nicht als Person, die es verdient, mit ihm Botschaften auszutauschen", ließ Chamenei über Japans Premierminister Shinzo Abe ausrichten.

Im Konflikt mit den USA hat Irans „geistliches Oberhaupt“ Ayatollah Ali Chamenei jeden Austausch mit US-Präsident Donald Trump völlig undiplomatisch abgelehnt. „Ich betrachte Trump nicht als Person, die es verdient, mit ihr Botschaften auszutauschen. Ich habe keine Antwort für ihn und werde ihm nicht antworten“, sagte Chamenei am Donnerstag bei einem Treffen mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe, der sich in Teheran um Vermittlung im Konflikt mit den USA bemüht.

Der Iran habe „kein Vertrauen in Amerika und wird die bittere Erfahrung der vorherigen Verhandlungen mit Amerika nicht wiederholen“, sagte Chamenei. Er hatte sich von Anbeginn skeptisch zu den Erfolgsaussichten von Verhandlungen mit Washington geäußert. Durch Trumps Ausstieg aus dem Atomabkommen im Mai 2018 fühlt er sich in seinem Misstrauen bestätigt. Neuen Verhandlungen hat er wiederholt eine Absage erteilt.

Abe sagte nach dem Treffen, er habe Chamenei eine Botschaft Trumps überbracht, „mit dem er sich mehrere Male ausgetauscht“ habe. Trump habe ihm dabei versichert, „dass er keine Eskalation der Spannungen wünscht“.

Abe über Iran-Reise: „Wichtiger Schritt zur Sicherung des Friedens in der Region“

„Ich habe offen mit Ayatollah Chamenei meine eigene Meinung über die Absicht des Präsidenten geteilt“, sagte Abe. Sein Treffen mit Chamenei sei ein wichtiger Schritt zur Sicherung des Friedens in der Region gewesen.

Abe ist der erste Regierungschef Japans, der den Iran seit der Islamischen Revolution 1979 besucht. Tokio ist ein enger Verbündeter der USA, unterhält aber traditionell auch gute Beziehungen zum Iran. Japan hat ein großes Interesse an der Beilegung des Konflikts, da es bis vor Kurzem fünf Prozent seines Erdöls aus dem Iran bezog. Wegen der gegen den Iran verhängten US-Handelssanktionen musste es die Importe jedoch stoppen.

Abe hatte den Iran am Mittwoch nach einem Treffen mit dem iranischen Präsidenten Hassan Ruhani aufgerufen, eine „konstruktive Rolle“ in der Region zu spielen. Eine weitere Destabilisierung der Region und ein „unbeabsichtigter“ Gewaltausbruch müssten verhindert werden.

Ruhani machte dagegen den „Wirtschaftskrieg“ der USA für die Spannungen verantwortlich. Der Iran werde niemals einen Krieg beginnen, doch auf einen Angriff eine „furchtbare Antwort“ geben, warnte er. (afp)



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