Demonstranten in der Nähe des Einkaufszentrum Azrieli in Tel Aviv am 31. August 2021.Foto: AHMAD GHARABLI/AFP via Getty Images

Israel: Weitere Lockerung der Auflagen für Gazastreifen trotz Spannungen

Epoch Times1. September 2021

Trotz anhaltender Spannungen im Grenzgebiet zwischen Israel und dem Gazastreifen hat Israel eine weitere Lockerung der Auflagen für das palästinensische Küstengebiet angekündigt.

„Es wurde entschieden, die Fischereizone vor dem Gazastreifen auf 15 Seemeilen auszuweiten und den Kerem-Schalom-Übergang vollständig für den Waren- und Güterverkehr zu öffnen“, teilte die israelische Zivilverwaltung für die besetzten Gebiete (Cogat) am Mittwoch mit.

Cogat kündigte weiter die Erhöhung der Wasserversorgung für den Gazastreifen um fünf Millionen Kubikmeter an. Zudem soll die Zahl der Händler aus dem Gazastreifen, die über den Erez-Übergang nach Israel einreisen können, von derzeit 2.000 auf 7.000 erhöht werden.

Neue zivile Maßnahmen seit Juli

Bereits im Juli hatte Israel die Fischereizone vor dem Gazastreifen ausgeweitet. Seit Mitte August sind auch die Übergänge aus dem Palästinensergebiet nach Israel für den Handel und Warenverkehr wieder geöffnet.

In ihrer Erklärung hob Cogat hervor, dass die neuen „zivilen Maßnahmen“ unter der Bedingung eingeführt würden, „dass die regionale Stabilität langfristig beibehalten wird“.

An der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen gab es zuletzt immer wieder heftige Konfrontationen zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften.

Bei schweren Ausschreitungen am 21. August waren etwa 40 Menschen verletzt worden, darunter ein zwölfjähriger Palästinenser. Ein an diesem Tag verletzter israelischer Polizist starb später. Seit dem Vorfall gab es im Grenzbereich fast täglich Auseinandersetzungen.

Erneute Randale im Grenzraum

Die israelische Armee teilte mit, dass sich am Dienstagabend erneut „hunderte Randalierer und Demonstranten“ am Grenzzaun versammelt hätten. Die „Randalierer“ warfen demnach „explosive Gegenstände“ und verbrannten Reifen. Israelische Soldaten hätten damit mit Schüssen reagiert.

Im Mai hatten sich die israelische Armee und die im Gazastreifen regierende Hamas einen elftägigen bewaffneten Konflikt geliefert, bei dem mehr als 250 Menschen getötet wurden.

Trotz einer Waffenruhe feuerten militante Palästinenser in den vergangenen Wochen immer wieder Brandballons in Richtung Israel ab, die dort oftmals Brände auslösten. Israel macht die Hamas für diese Vorfälle verantwortlich und reagiert darauf regelmäßig mit Vergeltungsangriffen. (afp)



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