Angela Merkel (L) schüttelt Hände mit Palästina Führer Mahmoud Abbas (R). Donald Tusk der Präsident des Europäischen Rates in der zweiten Reihe.Foto: PHILIPPE WOJAZER/Getty Images

Kritik an Charlie Hebdo-Gedenkmarsch in Paris: „Die Heuchlerparade von Paris“

Epoch Times12. Januar 2015 Aktualisiert: 12. Januar 2015 11:40

Fast vier Millionen Menschen haben am Sonntag in Frankreich gegen den Terrorismus demonstriert. Allein in der Hauptstadt Paris kamen nach Polizeiangaben 1,5 Millionen Menschen zu Kundgebungen zusammen. Es handele sich um die größte Demonstration in der französischen Geschichte.

Staats- und Regierungschefs aus mehr als 40 Nationen waren bei dem Schweigemarsch in Paris dabei. Darunter der britische Premier David Cameron, die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, der israelische Premier Benjamin Netanjahu, Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas, die Schweizer Politikerin Simonetta Sommaruga, Jordaniens König Abdullah, der türkische Minister Ahmet Davutoglu und viele mehr.

Kritiker: "Die Heuchlerparade von Paris"

In Paris trafen auch Regierungsvertreter aufeinander, die sonst eher Abstand voneinander nehmen. Zum Beispiel Israels Premier Benjamin Netanjahu und Palästinas Präsident Mahmoud Abbas. Schon seit Jahren ist das Verhältnis der beiden Politiker äußerst gespannt. Friedensverhandlungen zwischen Israel und Palästina konnten nie erfolgreich abgeschlossen werden. Auch Russlands Aussenminister Sergei Lawrow und der ukrainische Präsident Petro Poroschenko reichten sich die Hände um gegen den Terror zu demonstrieren. Zwischen Russland und der Ukraine herrscht jedoch, wegen dem Ukraine-Krieg im Osten des Landes, ein sehr gespanntes Verhältnis. 

Die Staatsoberhäupter bildeten eine Reihe und marschierten Arm in Arm mehrere Meter ab der Place de la République im Trauerzug mit. Alle sprachen sich für die Redefreiheit und gegen den Terrorismus aus. Wie mehrere Benutzer der sozialen Medien finden, gibt jedoch einige Unstimmigkeiten in diesem harmonischen Bild. In einigen dieser Länder, deren Spitzenpolitiker bei der Demonstration mitmachten, ist die Redefreiheit enorm eingeschränkt. In manchen Ländern herrscht sogar Krieg und wenig Kompromissbereitschaft.

Ronny Pohle twitterte:

Der Student Daniel Wickham veröffentlichte eine Liste von einigen Staatsoberhäuptern, deren Beteiligung an der Parade er als heuchlerisch erachtete: 


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