Die Kosovo Security Force (KSF).Foto: ARMEND NIMANI/AFP/Getty Images

Lawrow kritisiert die Rolle der Nato und der EU auf dem Balkan als „destabilisierend“

Epoch Times7. Dezember 2018 Aktualisiert: 7. Dezember 2018 14:12
Der russische Außenminister hat die Rolle der Nato und der Europäischen Union auf dem Balkan als "destabilisierend" kritisiert.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat die Rolle der Nato und der Europäischen Union auf dem Balkan als „destabilisierend“ kritisiert. Die Lage in der Region, besonders im Kosovo, sei „besorgniserregend“, sagte Lawrow in einem Zeitungsinterview vom Freitag.

„Wir sehen, dass die EU und die Nato ihre Bemühungen verstärken, sich die Region ‚einzuverleiben'“, sagte Lawrow. Dabei würden die Länder vom Westen vor das „falsche Dilemma“ gestellt, „entweder auf der Seite Moskaus zu sein oder auf der von Washington und Brüssel“, kritisierte der russische Außenminister.

Hauptsächlicher Grund für die „Destabilisierung“ auf dem Balkan sei die Lage im Kosovo, sagte Lawrow. Die USA unterstützen den Plan des Kosovo, eine eigene Armee aufzustellen. Viele Nato-Staaten sehen dies kritisch. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hatte gesagt, dieses Vorhaben komme zum „falschen Zeitpunkt“. Das Nachbarland Serbien, das traditionell eng mit Moskau verbunden ist, lehnt dies vehement ab.

Lawrow ging auch auf den Namensstreit zwischen Griechenland und Mazedonien ein. Er traf sich in Moskau mit dem griechischen Premierminister Alexis Tsipras. Dabei sollte es um eine Normalisierung des traditionell guten griechisch-russischen Verhältnisses gehen. Dies hatte im Zuge der Verhandlungen um eine Lösung des Namensstreits zwischen Griechenland und Mazedonien Schaden genommen.

Griechenland hatte im Juli russische Diplomaten ausgewiesen, denen es vorgeworfen hatte, das Abkommen zwischen Skopje und Athen zu sabotieren. Dieses ist Voraussetzung für eine engere Bindung Mazedoniens an den Westen.

Nach einem jahrzehntelangen Streit hatten sich Athen und Skopje trotz vieler interner Widerstände darauf geeinigt, dass Mazedonien künftig „Republik Nordmazedonien“ heißen soll. Hinter dem Streit steht die Furcht der Griechen, der Nachbarstaat könnte mit der Landesbezeichnung Mazedonien Ansprüche auf die nordgriechische Provinz Makedonien erheben.

Wegen des Konflikts blockierte Griechenland bislang eine Aufnahme der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik in die EU und die Nato. Lawrow lehnte nun erneut eine „übereilte“ Aufnahme Mazedoniens in die Nato ab. (afp)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

In letzter Zeit beobachten wir, wie Hacker immer wieder beliebige Nicks verwenden und üble Kommentare unter eben diesen Namen schreiben. Trolle schrecken nicht davor zurück, das Epoch Times Logo als Profilbild sich anzueignen und ebenfalls die Kommentarfunktion auf schlimmste Weise zu missbrauchen.

Aufgrund der großen Menge solcher Angriffe haben wir uns entschieden, einen eigenen Kommentarbereich zu programmieren, den wir gut kontrollieren können und dadurch für unsere Leser eine wirklich gute Kommentar-Umgebung schaffen können.

In Kürze werden wir diese Kommentarfunktion online stellen. Bis dahin bitten wir Sie noch um etwas Geduld.


Ihre Epoch Times - Redaktion