Finanzminister Christian Lindner (FDP) in Königswinter bei Bonn.Foto: INA FASSBENDER/AFP via Getty Images

Lindner betont Verantwortung für „finanzielle Handlungsfähigkeit“ der Ukraine

Epoch Times19. Mai 2022 Aktualisiert: 19. Mai 2022 12:50

Bundesfinanzminister Christian Lindner hat vor Beginn der offiziellen Beratungen mit seinen G7-Kollegen der Ukraine finanzielle Hilfe zugesichert. „Es geht darum, die Handlungsfähigkeit des ukrainischen Staates sicherzustellen“, sagte er am Donnerstagmorgen in Königswinter bei Bonn.

An den G7-Beratungen wird laut Lindner zeitweise auch der ukrainische Regierungschef Denys Schmyhal teilnehmen. Konkrete Zahlen zur Unterstützung der Ukraine wollte der Bundesfinanzminister noch nicht nennen. Aus seinem Ministerium hatte es im Vorfeld geheißen, es gehe um einen Unterstützungsbedarf von etwa fünf Milliarden Euro monatlich für zunächst drei Monate.

Offen ist auch noch, wie die G7 die fragliche Summe aufteilen. Lindner stellte in Aussicht, dass er für Deutschland vor Ende der Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses „eine Ziffer“ nennen werde. Der Bundestagsausschuss beginnt am Vormittag mit letzten Arbeiten am Bundeshaushalt 2022; die Sitzung wird voraussichtlich bis in die Nacht zum Freitag hinein andauern.

Der Krieg in der Ukraine berge auch „zusätzliche Risiken für die Entwicklung der Weltwirtschaft“, sagte Lindner. Deshalb werde die G7-Runde darüber beraten, was unternommen werden könne, „um Stagflationsszenarien zu vermeiden“. Als Stagflation wird eine Phase praktisch ohne Wachstum bei gleichzeitig hoher Inflation bezeichnet.

Die G7-Minister sowie die Zentralbankgouverneure der in der Gruppe versammelten Staaten wollen laut Lindner am Vormittag zunächst mit „hochrangigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern“ sprechen. Am Nachmittag würden dann „politische Schlussfolgerungen“ daraus gezogen. (afp/dl)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion