Beamte finden Teile von Flug MH370 auf der Insel Reunion.Foto: RICHARD BOUHET/Getty Images

Wrackteil MH370 gefunden: Für Angehörige ist ein Trümmerstück nicht genug

Epoch Times6. August 2015 Aktualisiert: 6. August 2015 15:43
Auf der Insel Reunion wurde ein Flugzeugwrackteil angespült. Es könnte sich dabei und einen Bauteil der vor über einem Jahr verschwundenen MH370-Maschine handeln.

Der Malaysia Airlines Flug MH370 verschwand vor über einem Jahr spurlos. Jetzt wurden Wrackteile auf der Insel Reunion angespült. Die ersten Analysen haben ergeben, dass es sich um einen Teil der verschollenen Boing 777 handeln könnte. 

Das Flugzeugdrama MH370Das Flugzeugdrama MH370Foto: Getty Images

Verschiedenen Medienberichten zufolge ist das Wrackteil des Flugzeugs identisch mit Teilen die zu Maschinen vom Typ Boing 777 gehören. Das gefundene Flugzeugteil auf der Insel im Indischen Ozean löste Spekulationen um das vor über einem Jahr verschwundene Malaysia Airlines Flugzeug aus.

Das rund zwei Meter lange Tragflächenstück wurde am Mittwoch an der Küste bei Saint-André im Osten der Insel gefunden.

+++ 15:43 "Ein Trümmerstück ist nicht genug" +++

Für die Angehörigen der Opfer des Flug MH370 ist die Bestätigung, dass das gefundene Flugzeugteil zur vermissten Malaysia Airlines gehört das Ende ihrer Hoffnungen ihre Lieben doch noch lebend wiederzufinden.   

Lim Khim Fatts, dessen Frau eine Stewardess an Bord der Unglücksmaschine war, sagte: "Es gibt eine Menge Fragen, die nicht beantwortet sind, all diese Fragen brauchen eine Antwort", berichtet die "Tagesschau". Er will eine Antwort darauf, was 8. März 2014 an Bord der Maschine wirklich geschehen ist.

Das gefundene Wrackteil kann ihm diese Antwort nicht geben. "Ein Teil einer Flügelklappe zu entdecken heißt ja nicht, dass das Flugzeug vollständig gefunden wurde", so der trauernde Hinterbliebene. Es müssen noch mehr Wrackteile gefunden werden um seine Zweifel zu beseitigen. "Ein Trümmerstück ist nicht genug", so Lim.

+++ 13:46 Frankreich dementiert neue Wrackteile  +++

Die Pariser Staatsanwaltschaft hat malaysische Angaben über neue Flugzeugwrackteile auf der Insel La Réunion dementiert. "Die Staatsanwaltschaft von Paris dementiert momentan den Fund neuer Wrackteile", sagte eine Vertreterin der Behörde, berichtet Focus-Online. Malaysias Verkehrsminister Kow Toing Lai hatte zuvor nach Angaben der Zeitung "The Star" in Kuala Lumpur gesagt, es wurden Teile von Fenstern und Sitzkissen gefunden die zu dem Flugzeug gehören könnten. Der Fund würde nun untersucht.

+++ 9:45 Es werden immer mehr Wrackteile gefunden +++

Anscheinend werden immer mehr Flugzeugteile auf die Insel Reunion geschwemmt. Teile von Fenstern und Sitzkissen seien gefunden worden, sagte der malaysische Verkehrsminister Liow Tiong Lai der Nachrichtenagentur AFP. Die Teile stammen von einem Flugzeug. Ob sie zu Flug MH370 gehören müssen Experten noch klären.

Die zuständige Behörde rechnet bereits mit dem Fund der vermissten Boeing 777 der Malaysia-Airlines. Der Chef der australischen Flugsicherheitsbehörde, Martin Dolan, sagte dem Radiosender ABC am Donnerstagmorgen: "Wir sind zuversichtlich, dass wir in der richtigen Gegend suchen."

+++ 9:45 Malaysier twittern ihre Anteilnahme +++

Gestern Abend kündigte der malaysische Ministerpräsident, Datuk Seri Najib Razak, an, dass das Flugzeugwrackteil auf der Insel Réunion von der vermissten Boing 777 Flug MH370 stammt.

Nach der Ankündigung brach eine Welle der Anteilnahme auf Twitter aus. Für viele Malaysier wurde Twitter zu einem Ventil um ihre Trauer mit der Welt zu teilen.

Nachfolgend einige Twitter-Beiträge mit ermutigenden Worten für die Familien der MH370-Opfer:

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Auch der Verteidigungsminister Datuk Seri Hishammuddin Hussein und die politische Aktivistin Marina Mahathir fanden ein paar ermutigende Worte für die Trauernden. 

+++ 9:10 Frankreich bleibt vorsichtig 

Beamte in Frankreich äußerten sich deutlich vorsichtiger. Sie sprachen von einer "sehr starken Vermutung", die durch die weiteren Untersuchungen bestätigt werden solle. Auch der zuständige australische Minister Warren Truss blieb zurückhaltend: "Das Untersuchungsteam unter französischer Leitung arbeitet weiter an der abschließenden Beurteilung des Teils, und wir warten auf weitere Details von dem Team." 

+++ 6:30 Experten hoffen auf neue Hinweise auf das Schicksal von MH370 +++

Paris (dpa) – Ein erstes Wrackteil von Flug MH370 ist identifiziert, aber die Suche nach dem seit 17 Monaten vermissten Malaysia-Airlines-Flugzeug geht weiter. Er sei zuversichtlich, jetzt in der richtigen Gegend zu suchen und das Flugzeug dort zu finden, sagte der Chef der australischen Flugsicherheitsbehörde, dem Radiosender ABC. Australien koordiniert die Suche nach dem Wrack im Indischen Ozean. Die Suche gehe unvermindert weiter, versicherte auch Regierungschef Tony Abbott. 

+++ 6:00 Australien will Suche nach Flug MH370 fortsetzen +++

Sydney (dpa) – Die Suche nach dem verschollenen Flug MH370 im Indischen Ozean geht weiter. Das bekräftigte Australiens Regierungschef Tony Abbott in einem Rundfunkinterview. Man sei es den Familien der Vermissten schuldig, zu versuchen, dieses Rätsel zu lösen. Alles deute daraufhin, dass in der richtigen Gegend nach dem Wrack gesucht werde. Anders als Malaysias Regierungschef Najib Razak bestätigten Abbott und sein zuständiger Minister Warren Truss nicht, dass das Teil eindeutig identifiziert worden sei.  

+++1:34 Angespülte Flügelklappe gehörte zu Flug MH370 +++

Kuala Lumpur (dpa) – Das auf der Insel La Réunion gefundene Wrackteil ist als Flügelklappe des vermissten Flugzeugs der Malaysia Airlines identifiziert worden. Das sagte der malaysische Premier Najib Razak. Zuvor hatten Experten das Wrackteil in einem Untersuchungszentrum des französischen Verteidigungsministeriums bei Toulouse untersucht. Die chinesischen Familien der Opfer haben ungläubig auf die malaysischen Angaben reagiert. Wang Zheng, dessen Eltern in der Maschine waren, sagte der dpa, es sei zu früh zu sagen, dass es vorbei ist.

+++6. August 2015+++

+++ 11:00 Malaysische Regierung: Trümmerteil gehört zu einer Boeing 777 +++

Das auf La Réunion entdeckte Flugzeugtrümmerteil ist eindeutig als Teil einer Boeing 777 identifiziert worden. Das erklärte der Verkehrsminister Malaysias. Die Flügelklappe war in der vergangenen Woche auf der französischen Insel im Indischen Ozean entdeckt worden. Derzeit wird nur eine Boeing 777 vermisst – die Maschine, die für den verschollenen Flug MH370 der Malaysia Airlines eingesetzt wurde. Das Wrackteil ist inzwischen in Frankreich und soll dort ab Mittwoch von Experten untersucht werden.
 

++++ 02. August +++

17:20 Wrackteil auf dem Weg ins Labor – Transport mit Polizeieskorte

Das im Indischen Ozean angeschwemmte Flugzeug-Wrackteil ist auf dem Weg ins Labor. Die Maschine mit dem auf der französischen Insel La Réunion gefundenen Trümmerteil landete am Morgen auf dem Pariser Flughafen Orly. Eine Polizeieskorte bringt das in einer Kiste verpackte Teil auf dem Landweg zur Analyse in ein Labor im südfranzösischen Toulouse. Dort wollen Experten ihre Untersuchung am Mittwoch starten. Die Analyse soll endgültig klären, ob das Teil vom vermissten Malaysia-Airlines-Flugzeug stammt, das am 8. März 2014 vom Radar verschwand.
 

++++ 01. August ++++

19:00 Wrackteil soll von Mittwoch an untersucht werden

Das auf La Réunion gefundene Flugzeug-Wrackteil soll vom kommenden Mittwoch an in Frankreich untersucht werden. Das kündigte die Staatsanwaltschaft in Paris an. Das Wrackteil solle morgen in einem Luftfahrttechnikzentrum des Verteidigungsministeriums bei Toulouse eintreffen. Die Begutachtung soll endgültige Gewissheit schaffen und klären, ob das Teil wie vermutet von dem seit 16 Monaten vermissten Malaysia-Airlines-Flugzeug stammt. 

8:00 Wrackteil laut Australiens Vizepremier «nahezu sicher» von Boeing 777

Das auf einer Insel im Indischen Ozean angespülte Wrackteil stammt nach Worten von Australiens Vizepremier Warren Truss mit großer Wahrscheinlichkeit von einer Boeing 777. Flug MH370 sei von einer Boeing 777 durchgeführt worden, sagte Truss dem Sender Sky News. Derzeit wird nur eine solche Maschine vermisst – die, die für MH370 eingesetzt wurde. Australien koordiniert die Suche nach dem Flugzeug, das vor mehr als einem Jahr mit 239 Menschen an Bord spurlos verschwand.

++++ 31. Juli ++++

21:00 Wrackteil soll Ende der Woche nach Toulouse gebracht werden

Das auf La Réunion angeschwemmte Flugzeugwrackteil soll Ende dieser Woche in die Nähe von Toulouse gebracht werden.

Es solle in einer Einrichtung der französischen Rüstungsbehörde DGA untersucht werden, die zum Verteidigungsministerium gehört, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag unter Berufung auf Justizkreise. Dies solle im Laufe der kommenden Woche geschehen. Das Wrackstück war am Mittwoch auf der französischen Insel im Indischen Ozean gefunden worden.

Die Herkunft ist noch nicht endgültig geklärt. Australiens Vize-Premierminister Warren Truss hält es allerdings für eine „realistische Möglichkeit“, dass das etwa zwei Meter lange, mit Muscheln besetzte Teil von dem seit 16 Monaten vermissten Malaysia-Airlines-Flug MH370 stammt.

17:35 Gefundenes Wrackteil passt zu Boeing 777

Das auf der Insel La Reunion gefundenes Wrackteil passt zu einer Boeing 777. Das berichtete am Donnerstag der US-Nachrichtensender CNN unter Berufung auf Ermittlerkreise. Der seit dem 8. März 2014 verschollene Malaysia-Airlines-Flug MH370 war mit einer Boeing 777-200ER durchgeführt worden. Eine andere Boeing 777 wird nach Auskunft von Luftfahrtexperten derzeit nicht vermisst.
So gab es bislang lediglich fünf schwere Unglücke mit diesem Flugzeugtyp und in allen anderen Fällen wurden die Überreste gefunden. Neben dem etwa zwei Meter langen Wrackteil war auch ein Rollkoffer auf La Reunion gefunden worden.

15:23 Uhr: Wahrscheinlich "sanfte" Bruchlandung auf dem Wasser

Der Chef der Luftfahrt-Consultingfirma Safety Operating Systems, John Cox, sagte dem US-Nachrichtensender NBC, dass es für ihn nicht so aussehe, als sei das Steuerruder gewaltsam vom Rumpf des Flugzeugs getrennt worden. Für den Experten deutet nichts auf eine Explosion hin. 

Der Zustand des Wrackteils weise darauf hin, dass die Boing 777 eine "sanfte" Bruchlandung hinlegte. Dies geschah wahrscheinlich auf dem Wasser. 

15:18 Uhr: Angehörige wollen eindeutige Beweise 

Für die Hinterbliebenen der Passagiere von MH370 ist das Flugzeugteil, das an einer Insel vor Ostafrika angeschwemmt wurde, kein Grund zur Erleichterung. 

"Ich glaube noch nicht daran", sagt die 68-jährige Malaysierin Hajah Rema Idris. Sie ist die Tante eines MH370-Passagiers. "Auf der einen Seite will ich mich selbst überzeugen: Es ist, wie es ist, jetzt können wir die Sache endlich abschließen", sagt sie und fügte hinzu: "Auf der anderen Seite hoffe ich noch immer, dass sie lebt," berichtet die "Welt".

Für die Angehörigen ist es wichtig eindeutige Beweise zu erhalten: "Meine einzige Forderung ist, dass ich die Wahrheit wissen will – und nichts als die Wahrheit, die auch von Beweisen bestätigt ist, damit ich darüber hinwegkommen kann", sagt die Chinesin Meng Yan, deren Bruder an Bord des Fluges MH370 war. 

Zu den Berichten über das gefundene Wrackteil sagt Meng: "Es ist mehr als ein Jahr her, und es gibt immer noch keinen eindeutigen Beleg, dass das Flugzeug wirklich abgestürzt ist. Deswegen glaube ich nicht, dass sie tot sind." 

15:00 Uhr: Ein Koffer in der Nähe des Wrackteils gefunden 

Einen Tag nach dem Fund eines Flugzeugwrackteils auf der Insel La Réunion wurde auch ein Teil eines Koffers entdeckt. 

Laut der Regionalzeitung "Le Journal de l’Île de la Réunion", sei dieser an der gleichen Stelle aufgetaucht, wo das Wrackteil angeschwemmt wurde. Ein  Journalist der Zeitung veröffentlichte ein Foto auf Twitter, auf dem die Überreste des Koffers zu sehen sein sollen.

"Das Kofferstück war seit gestern dort, aber niemand hat darauf geachtet", sagte Johnny Bègue, der das Wrackteil des Flugzeugs entdeckt hatte, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Weiters heißt es, dass die Gendarmerie das Fundstück mitgenommen habe.

Malaysia ist "fast sicher" – Wrackteil von Boing 777 

Malaysia schickt nun Ermittler auf die Insel. "Ich habe ein Team entsandt, um das Trümmerteil zu untersuchen", sagte Transportminister Liow Tiong Lai, berichtet "Spiegel-Online". "Wir hoffen, das Wrackteil schnellstmöglich zu identifizieren." Sein Stellvertreter Abdul Aziz Kaprawi meinte, die Behörden seien "fast sicher", dass es sich um ein Wrackteil einer Boeing 777 handle.

Der Fundort würde auch genau zu dem Gebiet passen, in dem nach Flug MH370 gesucht wird, meinte Australiens Verkehrsminister Warren Truss. Die Untersuchungen zu dem Wrackteil würden in Canberra mit "sehr großem Interesse" verfolgt, sagte Truss dem Radiosender ABC. 

Die zuständige australische Behörde sei wegen des Wrackteils in Kontakt mit den Behörden in Malaysia und Frankreich. "Wir müssen uns jetzt wirklich die Größe und Form anschauen, und ob irgendwelche Markierungen darauf sind, etwa Nummern von Bauteilen oder Seriennummern."

Gewissheit in ein paar Tagen  

Der französische Luftsicherheitsexperte Xavier Tytelman spricht von einer unglaublichen Ähnlichkeit zwischen dem gefundenen Flugzeugteil und dem eines Boeing 777-Ruders. "In einigen Tagen werden wir eine sichere Antwort haben", schrieb Tytelman auf seinem Twitter-Konto.

Aktuell prüft die Fluggesellschaft Malaysia Airlines, ob es sich bei dem Wrackteil um einen Teil von MH370 handeln könnte. "Im Moment wäre es für die Airline zu früh, über die Herkunft des Objekts zu spekulieren", teilte Malaysia Airlines am Donnerstag in Kuala Lumpur mit. 

Experte warnt vor Euphorie

Der US-Flugsicherheitsexperte John Goglia warnte vor Euphorie. Auch wenn es sich herausstellt, dass das Teil von MH370 stammt, muss es aber keine Hilfe sein das Hauptwrack im Indischen Ozean zu finden. "Es bestätigt nur, dass das Flugzeug im Wasser ist und nicht an einen abgelegenen Ort entführt wurde und dort darauf wartet, zweckentfremdet zu werden", sagte Goglia, berichtet die "Welt".

Die Hinterbliebene eines Passagiers meinte, es sei schwer zu glauben, dass noch so langer Zeit ein riesiges Stück des Flugzeugs auftauchen könne.

Flug MH370 mit 239 Menschen an Bord verschwand am 8. März 2014 auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking. Die Ermittler vermuten einen Absturz im Indischen Ozean, Tausende Kilometer von der geplanten Flugroute entfernt. Die von australischen Experten koordinierte Unterwassersuche im Indischen Ozean umfasst ein Gebiet von Zehntausenden Quadratkilometern. Die Suche blieb erfolglos. Die Insel La Réunion liegt Tausende Kilometer westlich vom Suchort. (so)