Als die Statue von Winston Churchill auf dem Londoner Parlamentsplatz am 7. Juni 2020 vandalisiert wurde, stand die Polizei, offensichtlich als Geisel der politischen Korrektheit, daneben und schaute zu, wie ihre Rolle öffentlich durch offene Missachtung des Gesetzes untergraben wurde.Foto: Isabel Infantes/AFP via Getty Images

London will Statuen von zwei Politikern aus der Kolonialzeit entfernen

Epoch Times22. Januar 2021 Aktualisiert: 22. Januar 2021 16:22

Zwei Denkmäler für Politiker aus der Kolonialzeit sollen aus dem Zentrum der britischen Hauptstadt London entfernt werden. Hintergrund sei die Verwicklung der beiden Männer in den Sklavenhandel, teilten die Behörden des Finanzdistrikts City of London am Freitag mit.

Eine Anti-Rassismus-Kommission der Lokalverwaltung hatte am Donnerstag empfohlen, die Statuen des früheren Londoner Bürgermeisters William Beckford (1709-1770) und des Abgeordneten John Cass (1661-1718) durch andere Kunstwerke zu ersetzen. Zudem soll in der City of London ein Denkmal für die Opfer der Sklaverei errichtet werden.

Beckford war durch Sklavenarbeit auf seinen Plantagen in Jamaika zu Reichtum gelangt. Cass war als führender Vertreter der Royal African Company in den Handel mit Sklaven involviert.

Addy: „Der Sklavenhandel ist ein Schandfleck in unserer Geschichte“

„Der Sklavenhandel ist ein Schandfleck in unserer Geschichte“, sagte die Ko-Vorsitzende der Arbeitsgruppe gegen Rassismus der City of London, Caroline Addy. Eine moderne und multiethnische Stadt dürfe diejenigen, die davon profitiert haben, nicht auf ein Podest stellen.

Die Entscheidung folgt auf die Proteste im Zuge der marxistisch-revolutionären Black-Lives-Matter-Bewegung im vergangenen Sommer. Die Aktivisten forderten damals auch eine Auseinandersetzung mit der britischen Sklaverei-Geschichte und die Entfernung von Denkmälern, die mit der kolonialen Vergangenheit des Vereinigten Königreichs in Verbindung stehen.

Mancherorts ersetzten die Aktivisten Statuen von Sklavenhändlern eigenmächtig mit eigenen Skulpturen.

In dieser Woche trat in Großbritannien allerdings eine neue Regelung in Kraft, wonach Statuen nur „unter außergewöhnlichen Umständen“ entfernt werden dürfen. In Fällen, in denen die nationale Denkmalbehörde Einwände gegen die Entscheidung örtlicher Behörden hat, hat die Regierung das letzte Wort. (afp)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

In letzter Zeit beobachten wir, wie Hacker immer wieder beliebige Nicks verwenden und üble Kommentare unter eben diesen Namen schreiben. Trolle schrecken nicht davor zurück, das Epoch Times Logo als Profilbild sich anzueignen und ebenfalls die Kommentarfunktion auf schlimmste Weise zu missbrauchen.

Aufgrund der großen Menge solcher Angriffe haben wir uns entschieden, einen eigenen Kommentarbereich zu programmieren, den wir gut kontrollieren können und dadurch für unsere Leser eine wirklich gute Kommentar-Umgebung schaffen können.

In Kürze werden wir diese Kommentarfunktion online stellen. Bis dahin bitten wir Sie noch um etwas Geduld.


Ihre Epoch Times - Redaktion