Mike Pompeo und Heiko Maas (l). 3. Oktober Washington.DC.Foto: Mark Wilson/Getty Images

Maas eröffnet „Deutschlandjahr“ in den USA und würdigt enge Partnerschaft

Epoch Times4. Oktober 2018 Aktualisiert: 4. Oktober 2018 6:50
Außenminister Heiko Maas hat in Washington das Deutschlandjahr in den USA eröffnet. Es soll mit mehr als 1000 Veranstaltungen die deutsch-amerikanischen Beziehungen jenseits der Regierungspolitik stärken.

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat bei einem Besuch in Washington das „Deutschlandjahr“ in den USA eröffnet. Maas bekräftigte am Mittwochabend (Ortszeit) bei einer Festveranstaltung zum Tag der Einheit in der deutschen Botschaft, die USA seien weiterhin Deutschlands „engster Partner außerhalb Europas“.

„Wir wollen und werden diese Partnerschaft erhalten.“ Angesichts politischer Spannungen zwischen Deutschland und den USA mahnte Maas: „Wenn der Atlantik in einem politischen Sinn breiter wird, müssen wir mehr und solidere Brücken bauen.“

US-Präsident Donald Trump bezeichnete das „Deutschlandjahr“ in einem Grußwort an Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, aus dem die deutsche Botschafterin Emily Haber zitierte, als „großartigen Weg, die Verbindungen zwischen unseren Ländern zu vertiefen“.

In einem Video von der Internationalen Raumstation ISS sagte der deutsche Astronaut Alexander Gerst: „Nur zusammen können wie die vor uns liegenden Herausforderungen meistern.“ Dies sei wie an Bord der ISS, wo der Erfolg von „internationaler Kooperation über alle Grenzen hinaus“ abhänge.

Unter dem Motto „Wunderbar together“ sollen bis November kommenden Jahres nach Angaben des Auswärtigen Amtes mehr als tausend Veranstaltungen in allen US-Bundesstaaten stattfinden. Die Palette reicht von Festen mit deutschem Essen und Bier über Ausstellungen und künstlerische Darbietungen bis hin zu Konferenzen und Podiumsdiskussionen.

Die Veranstaltungen sollen laut offiziellem Programm die „tiefen historischen Verbindungen“ und „gemeinsamen Werte“ beider Länder illustrieren. Das „Deutschlandjahr“ findet vor dem Hintergrund starker politischer Verwerfungen zwischen den USA und Deutschland statt.

Seit dem Amtsantritt von US-Präsident Trump im Januar 2017 haben sich die Beziehungen deutlich verschlechtert. Trump hat die Bundesregierung unter anderem wegen ihrer Flüchtlings- und Handelspolitik immer wieder heftig kritisiert.

Zuletzt prangerte er auch die geplante Pipeline Nord Stream 2 an, die russisches Gas nach Deutschland transportieren soll. Ein weiterer Streitpunkt ist das vom US-Präsidenten einseitig aufgekündigte Atomabkommen mit dem Iran. Deutschland war am Zustandeabkommen der Vereinbarung von 2015 zur Begrenzung des iranischen Nuklearprogramms beteiligt. (afp)


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