Der Ukraine droht KriegFoto: Getty Images

Machtkampf in der Ukraine: Dem Westen des Landes droht ein Bürgerkrieg

Epoch Times23. September 2015 Aktualisiert: 23. September 2015 13:43
Die ukrainische Regierung steht vor dem Zerfall. Julia Timoschenkos Partei stimmt anscheinend den Forderungen des Rechten Sektors zu. Diese wollen den Sturz der EU-finanzierten Regierung. Ein Bürgerkrieg bahnt sich an.

Die Ostukraine wurde durch den Krieg zwischen den prorussischen Separatisten und den westlichen Kräften weitgehend zerstört. Auch in anderen Teilen des Landes kam es in der jüngsten Vergangenheit vermehrt zu Gewaltausbrüchen. 

Die Gefahr eines Bürgerkriegs in der Westukraine steigt. 

Am 25. Oktober finden in der Ukraine die Kommunalwahlen statt. Doch nun kam es zu einem offenen Bruch innerhalb der Regierungskoalition, berichten die Deutschen Wirtschafts Nachrichten

Der Koalition gehörten der "Block Poroschenko" des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko, die "Volksfront" unter Ministerpräsident Arsenij Jazenjuk, die "Vaterlandspartei" unter der Oligarchin Julia Timoschenko, die Radikale Partei und die Partei Samopomich an.

Die Aufsplitterung der Koalitionen begann schon Anfang September. Die Radikale Partei sagte, sie wolle die Föderalisierung der Ukraine nicht mittragen und verließ die Koalition.

Auch die Partei Timoschenkos ist gegen die Pläne der Koalitionspartner. Sie befürchten eine Abspaltung der Ost-Ukraine und werfen der Koalition vor, vor Russland einzuknicken und dadurch die Föderalisierung des Landes voranzutreiben, berichten die "DWN" unter Berufung auf die Zeitung Vidomosti.

Der Unmut innerhalb der Bevölkerung wächst. 

Die Entscheidungen der von der EU-unterstützten ukrainischen Regierung werden vom Volk nicht mehr mitgetragen. Wie die Ernennung des Ex-Präsidenten Georgiens zum Bürgermeister von Odessa.

Ukraine Präsident Petro Poroschenko hatte Saakaschwili im Juni zum Gouverneur der Region ernannt. Davor wurde Saakaschwili schnell eingebürgert. In Georgien liegt gegen Saakaschwili jedoch ein Haftbefehl wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch vor. 

Durch solche Entscheidungen der Regierung und den Streit zwischen den Koalitionspartnern verschlechtert sich die Stimmung im Land zusehends. Die Westukraine steht vor einer Eskalation der politischen Interessengruppen.

Machtkampf: Rechter Sektor gegen Poroschenko

In der Stadt Sumy ist am Montag im Büro des Rechten Sektors eine Granate explodiert. Durch die Explosion wurde der Kämpfer Oleksandr Jakowenko getötet, teilt über Facebook der Leiter der Stadtadministration in Sumy, Mykola Klotschko, mit, berichtet die Webseite ukrinform.de

Dem Sumyer Gouverneur zufolge ereignete sich die Explosion durch einen "unvorsichtigen Umgang mit der Granate". 

Zuvor fand im Juli in der westukrainischen Kleinstadt Mukatschewe ein erbitterter Machtkampf zwischen den Rechtsextremen und dem Innenministerium statt. Stundenlang lieferten sich die Nationalisten Gefechte mit der Polizei. 

Dabei kamen auch schwere Maschinengewehre und Granatwerfer zum Einsatz. 

Petro Poroschenko hatte angeordnet, "die Verbrecher, die die Schießerei in Mukatschewe begonnen haben, zu entwaffnen und festzunehmen." Doch der ukrainische Präsident musste sich in demütigenden Verhandlungen mit Nationalistenführer Dmytro Jarosch begeben. Jarosch und seine Männer verweigerten es nämlich, sich Poroschenko unterzuordnen.

Damals rief Jarosch seine Anhänger zu Demonstrationen auf, um die Kämpfer in Mukatschewe zu unterstützen, und bot Poroschenko die Stirn.

Bei den Kämpfen wurde eine Person getötet und über 100 weitere Menschen wurden verletzt. (so) 


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion