Die Suche nach MH370Foto: AFP/Getty Images

Malaysia Airlines MH370: Unstimmigkeiten im Expertenteam erschwert die Suche

Epoch Times26. November 2014 Aktualisiert: 26. November 2014 15:36

Die Suche nach dem vermissten Malaysia Airlines Flug MH370 stockt, da es zwischen den Ermittlern, die die Suchaktion beaufsichtigen, Meinungsverschiedenheiten gibt.

Diese Meinungsverschiedenheiten, wie das Wall Street Journal in dieser Woche berichtete, machen die bereits schwierige Operation noch komplizierter. Die Suchaktion fernab im Indischen Ozean, die vor zwei Monaten startete, musste wegen schlechtem Wetter und technischen Probleme schon öfter unterbrochen werden.

Die Suchmannschaft besteht aus fünf Expertenteams. Boeing und das australische Militär sind auch in die Suche involviert. Die Suchschiffe befinden sich in zwei verschiedenen Bereichen im südlichen Indischen Ozean. Die Schiffe liegen Hunderte Kilometer von einander entfernt, nur bei einigen Stellen überschneiden sich die Suchgebiete.

Der Hauptkommissar des Australian Transport Safety Bureau, Martin Dolan sagte, dass die Suchtrupps rund 80 Prozent der wahrscheinlichen Absturzstelle untersuchen kann, bevor die finanziellen Mittel für die Suche zu Ende sind. 

Das Journal schreibt, dass drei Expertengruppen mit den Meinungen der beiden anderen Gruppen nicht einverstanden seien. Es gibt verschiedene Erkenntnisse über die Analyse der Kommunikation zwischen dem Inmarsat Satelliten und Flug MH370. Ein Team geht davon aus, dass die Passagiermaschine auf Autopilot geschaltet wurde und so lange weiter flog, bis sie aus Treibstoffmangel abstürzte. In der zweiten Theorie bleibt offen, wer die Boeing 777 bis zum Ende steuerte.  

"Ursprünglich dachten wir, dass die fünf Gruppen, auf der Grundlage der derzeit verfügbaren Daten, einen gemeinsamen Konsens gefunden hätten," sagte Dolan dem Journal. "Nachdem wir uns die Daten jedoch genauer angesehen hatten, gingen die Meinungen auseinander." Dieser Umstand erschwert nun die Arbeiten zwischen den Teams.

Letzte Woche gab das Australian Transport Safety Bureau bekannt, bislang knapp 7.000 Quadratkilometer Meeresboden abgesucht zu haben.

Kritik an der offiziellen Version 

Unterdessen wird die Kritik an der offiziellen Version, was mit MH370 geschehen ist, immer lauter.

In einem unlängst veröffentlichten Interview, sagte der Präsident der Airline Emirates, Tim Clark, dass leitende Beamte wichtige Informationen zurückhalten würden. Er meinte auch, dass man die Rolle des malaysischen Militärs bei dem Verschwinden der Boeing 777 am 8.März hinterfragen müsste. Das Flugzeug mit 239 Passagieren an Bord verschwand auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking spurlos. 

Clark sagte, dass die malaysischen Beamten nicht genügend Informationen veröffentlichten.

"Wir müssen wissen, wer genau in diesem Flugzeug saß. Es ist offensichtlich, dass einige Leute das wissen", meinte er und fügte hinzu, "wir müssen alle Details wissen. Was genau war im Laderaum des Flugzeugs? Es muss alles transparent gemacht werden."

"Ich denke wir wüssten mehr, würde es eine vollständige Transparenz von den Dingen geben, die alle Beteiligten wissen. Ich glaube nicht, dass alle Informationen bereits auf den Tisch gelegt wurden."

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