May gewinnt weitere Brexit-Abstimmung nach Zugeständnissen an EU-Skeptiker
Die britische Premierministerin Theresa May hat ein weiteres kleines Etappenziel ihrer Brexit-Strategie erreicht.

Die britische Flagge vor dem Big-Ben.
Foto: JUSTIN TALLIS/AFP/Getty Images
Großbritanniens Premierministerin Theresa May hat nach Zugeständnissen an die EU-Skeptiker in ihrer konservativen Partei die Unterstützung des Parlaments bei einer weiteren Abstimmung zum Brexit erhalten.
Die Abgeordneten im Unterhaus stimmten am Montagabend mit 318 zu 285 Stimmen für ein Gesetzesvorhaben zur künftigen Zollregelung in Großbritannien.
May hatte zuvor zwei Änderungsanträgen der Brexit-Befürworter zugestimmt. Dabei ging es um die Erhebung von Zöllen durch Großbritannien für die EU, wenn die EU dasselbe für Großbritannien tut, sowie um eine von der EU abweichende Mehrwertsteuer. Die Vorlage muss nun noch das Oberhaus passieren, bevor sie zur endgültigen Abstimmung zurück ins Unterhaus geht.
Aus Protest gegen die Zugeständnisse der Regierung trat Verteidigungsstaatssekretär Guto Bebb am Montagabend zurück. May versicherte, die Zugeständnisse stellten kein Abrücken von ihrem kürzlich vorgelegten Brexit-Plan dar.
May kämpft um Unterstützung für ihre Brexit-Strategie bei den Brexit-Hardlinern sowie im Pro-EU-Lager in der eigenen Partei. Durch die Rücktritte mehrerer Brexit-Befürworter war May zuletzt verstärkt unter Druck geraten. (afp/so)
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