Ein Bild zeigt die Szene eines Selbstmordanschlags auf einer geschäftigen Einkaufsstraße im Herzen von Bagdad am 21. Januar 2021.Foto: SABAH ARAR / AFP über Getty Images

Mehr als 30 Tote und dutzende Verletzte bei Anschlag in Bagdad

Epoch Times21. Januar 2021 Aktualisiert: 21. Januar 2021 16:24

Bei einem schweren Anschlag in Bagdad sind dutzende Menschen getötet oder verletzt worden. Nach Angaben von Gesundheitsminister Hassan al-Tamimi kamen mindestens 32 Menschen ums Leben, als sich zwei Selbstmordattentäter am Donnerstagmorgen auf einem großen Altkleidermarkt im Zentrum der irakischen Hauptstadt in die Luft sprengten.

Mindestens 110 weitere Menschen wurden demnach verletzt. Es war der schwerste Anschlag in Bagdad seit drei Jahren.

Nach Angaben eines Sprechers des Innenministeriums sprengte sich zunächst ein Mann inmitten von Händlern und Kunden auf dem Markt in die Luft. Nachdem zahlreiche Menschen herbeigeströmt waren, um den Opfern zu helfen, zündete ein zweiter Attentäter seinen Sprengstoffgürtel.

Islamisten hatten Selbstmordanschläge verübt

Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag. In der Vergangenheit hatten Islamisten immer wieder Selbstmordanschläge im Irak verübt.

Der Ort des Anschlags auf dem Tajaran-Platz wurde von Sicherheitskräften abgeriegelt. Blutgetränkte Kleidungsstücke lagen auf dem Boden, Sanitäter kümmerten sich um die Verletzten. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums erging ein Hilferuf an alle Ärzte der Stadt.

Präsident Barham Saleh prangerte im Kurzbotschaftendienst Twitter „bösartige Versuche an, die Stabilität des Landes zu erschüttern“. „Ein solch abscheulicher Akt wird den Marsch des Irak in Richtung Stabilität und Wohlstand nicht schwächen“, erklärte die UN-Mission im Irak, die ebenso wie die US-Botschaft den Angriff verurteilte.

Papst: „Zutiefst betrübt“ über den „Akt der sinnlosen Brutalität“

Papst Franziskus zeigte sich in einem Telegramm an Präsident Saleh „zutiefst betrübt“ über den „Akt der sinnlosen Brutalität“. Das Oberhaupt der katholischen Kirche wird am 5. März als erster Papst zu einem historischen Besuch im Irak erwartet.

In den vergangenen Jahren war die Gewalt in Bagdad zurückgegangen. Der bislang letzte Anschlag in der Hauptstadt war im Juni 2019 verübt worden. Vor drei Jahren waren bei einem Anschlag, der ebenfalls auf dem Tajaran-Platz verübt wurde, 31 Menschen getötet worden.

Im Irak soll in diesem Jahr das Parlament neu gewählt werden. Regierungschef Mustafa al-Kadhemi hatte die Wahl ursprünglich für Juni in Aussicht gestellt. Derzeit wird über eine Verschiebung des Wahltermins auf den Oktober diskutiert, damit Wähler und Parteien mehr Zeit haben, sich registrieren zu lassen. (afp)


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