Migranten auf dem Weg in die USA.Foto: Mario Tama/Getty Images

Mehr als 3000 Migranten aus Honduras auf dem Weg Richtung USA

Epoch Times1. Oktober 2020 Aktualisiert: 1. Oktober 2020 22:08

In Honduras haben sich trotz der Corona-Pandemie mehr als 3000 Migranten auf den Weg Richtung USA gemacht. Wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP beobachteten, liefen sie in der Nacht zum Donnerstag in der zweitgrößten honduranischen Stadt San Pedro Sula los. Ihr erstes Ziel war demnach die Grenze zu Guatemala. Die Menschen sind wohl Aufrufen in den Online-Netzwerken gefolgt.

„Wir denken nicht an die Pandemie, das ist das Letzte, woran wir denken. Wir möchten, dass unsere Familie hier rauskommt“, sagte der 20-jährige Jefrey Amaya, der mit sieben weiteren Jugendlichen unterwegs war. Die Mehrheit der Migranten sind junge Männer. Frauen mit Kindern waren in dem Treck kaum zu sehen.

Nach Angaben des honduranischen Roten Kreuzes besteht der Konvoi aus insgesamt 3200 Menschen in zwei großen Gruppen.

Ein weiterer Migrant, der 27-jährige Miguel Artiga, sagte: „Wir machen uns auf die Suche nach dem amerikanischen Traum, niemand wird uns aufhalten. Hier sterben wir entweder an Covid-19 oder an Hunger. Die Regierungen tun nichts, um Arbeitsplätze zu schaffen.“

In den vergangenen Jahren waren tausende Menschen aus zentralamerikanischen Ländern in großen Konvois nach Mexiko gezogen, um von dort aus in die USA zu gelangen. Sie flohen vor Armut und Gewalt in ihren Herkunftsländern. Weil US-Präsident Donald Trump mit Vergeltungsmaßnahmen drohte, hat Mexiko mittlerweile rund 26.000 Soldaten an seine Grenzen entsandt.

Der letzte Flucht-Aufruf in den Online-Netzwerken war im Januar veröffentlicht worden. Damals folgten etwa 2000 Menschen dem Aufruf. Angesichts der Coronavirus-Pandemie und den daraus resultierenden Einschränkungen war seitdem kein Aufruf mehr veröffentlicht worden. (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion