Im Libanon gibt es seit Wochen Proteste gegen die politische Klasse. Immer wieder eskaliert die Situation.Foto: ANWAR AMRO/AFP via Getty Images

Mehr als 40 Verletzte bei gewaltsamen Zusammenstößen in Beirut

Epoch Times15. Dezember 2019 Aktualisiert: 15. Dezember 2019 8:54
Die Polizei in Beirut war gestern Nachmittag mit Tränengas, Schlagstöcken und Gummigeschossen gegen regierungskritische Demonstranten vorgegangen. Mehr als 40 Menschen wurden verletzt.

Bei Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten in Libanons Hauptstadt Beirut hat es am Samstag mehrere Verletzte gegeben.

Das libanesische Rote Kreuz schrieb im Kurzbotschaftendienst Twitter, dass zehn Menschen ins Krankenhaus gebracht worden seien, 33 seien vor Ort versorgt worden.

Die Polizei war am Nachmittag mit Tränengas, Schlagstöcken und Gummigeschossen gegen regierungskritische Demonstranten vorgegangen, nachdem diese versucht hatten, Straßenabsperrungen in der Nähe des Parlamentsgebäudes zu durchbrechen.

Wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP beobachtete, kam es auf dem Märtyrer-Platz und auf einer Brücke im Stadtzentrum zu Ausschreitungen. Demonstranten warfen Steine, die Sicherheitskräfte reagierten gewaltsam.

Der libanesische Zivilschutz bestätige die Zahl der Verletzten, machte jedoch keine Angaben dazu, ob es sich bei den Verletzten um Zivilisten oder Mitglieder der Sicherheitskräfte handelte.

Gegendemonstranten überfallen regierungskritische Demonstranten

Die Zusammenstöße waren ausgebrochen, nachdem junge Gegendemonstranten aus einem Stadtteil der Hauptstadt, der von der mächtigen schiitischen Hisbollah-Miliz dominiert wird, versuchten, ein Protestlager der regierungskritischen Demonstranten auf dem Märtyrer-Platz zu überfallen.

Im Libanon gibt es seit Wochen Proteste gegen die politische Klasse, die aus Sicht der regierungskritischen Demonstranten für die verbreitete Korruption, Misswirtschaft und soziale und wirtschaftliche Probleme wie die chronischen Stromausfälle und die Müllkrise im Land verantwortlich sind.

Unter dem Druck der Proteste war Ministerpräsident Saad Hariri am 29. Oktober zurückgetreten. Die Hisbollah war an der Regierung von Hariri beteiligt. (afp)


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